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Prozess um verdursteten Zweijährigen wird neu aufgerollt

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Nach dem Tod einer drogen­süch­tigen Mutter und ihres Sohnes in Gohlis wird am Landge­richt am Donnerstag erneut die Schuld­frage gestellt. Im Berufungs­pro­zess sitzt der zustän­dige ASD-Mitar­beiter (Allge­meinder Sozialer Dienst) noch einmal auf der Ankla­ge­bank. Das Amtsge­richt hatte den Betreuer der Mutter im vergan­genen Jahr in erster Instanz wegen fahrläs­siger Tötung durch Unter­lasen zu einer Geldstrafe von 3.600 Euro verur­teilt. Den Richtern zufolge hatte der Mann nicht genug getan, um den Jungen zu schützen. Er und auch die Staats­an­walt­schaft legten Berufung ein. Mutter und Sohn waren im Juni 2012 tot in ihrer Wohnung in Gohlis entdeckt worden – die Mutter starb an einem Drogen­cock­tail, der Junge war neben ihr verdurstet.