Prozess um Zugunglück bei Bad Lausick ab April
Das tragische Zugunglück von Bad Lausick wird ein Fall für die Richter. Voraussichtlich im April soll der Prozess dazu vor dem Amtsgericht Grimma starten. Das teilte ein Gerichtssprecher mit. Einen konkreten Termin gäbe es aber noch nicht. Auf der Anklagebank sitzt ein 29-jähriger Kleintransporter-Fahrer. Er hatte am 20. September 2011 mit seinem Wagen ein Auto gerammt und es auf die Gleise geschoben. Der Beschuldigte und Zeugen retteten den PKW-Fahrer, bevor ein Regionalzug das Auto rammte. Insgesamt wurden bei dem Unfall 23 Menschen zum Teil schwer verletzt. Der Schaden liegt bei 4,4 Millionen Euro. Dem Fahrer des Kleintransporters werden fahrlässige Körperverletzung sowie fahrlässiger gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr vorgeworfen. Ihm drohen bei einer Verurteilung eine Geldstrafe oder bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe.