Prozess zu Straßendiebstahl in Zittau - Angeklagter entwickelt Patent im Knast
Er soll eine Straße in Zittau gestohlen haben. 112 Tonnen Granitsteine verschwanden in der Adventszeit 2021. Ein gelernter Gärtner aus Erfurt soll es gewesen sein. Heute begann in Görlitz der Prozess gegen den 55-Jährigen.
Mit einem Lkw und einem Minibagger soll er angerückt sein, sich als Bahnmitarbeiter ausgegeben und dann am helllichten Tag die Ladestraße am Zittauer Güterbahnhof Stein für Stein abgetragen haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm außerdem Betrug vor. Er soll Baufirmen 700 Tonnen Pflastersteine aus der Steigerwaldkaserne in Erfurt und 1.000 Tonnen vom Chemnitzer Güterbahnhof angeboten, das Geld kassiert, aber nicht geliefert haben. Sein Verteidiger weist die Vorwürfe zurück. Sein Mandant habe sich nicht strafbar gemacht.
Ein halbes Jahr saß der Erfurter in Untersuchungshaft. Der Richter setzte den Haftbefehl gegen Auflagen außer Vollzug. Die Zeit hinter Gittern nutzte der Angeklagte, um angeblich ein Patent zu entwickeln. „Das geht in die Richtung Heilen durch Frequenzen“ sagte uns der Verteidiger.
Der Prozess wird fortgesetzt.