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Prozessauftakt gegen mutmaßliche Mörder von Kamal K.

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Unter erhöhten Sicher­heits­be­din­gungen beginnt am Vormittag der Prozess gegen die mutma­ß­li­chen Mörder des Irakers Kamal K. Die beiden 28- und 33-Jährigen müssen sich wegen gefähr­li­cher Körper­ver­let­zung und Totschlag verant­worten. Es war der 24. Oktober vergan­genen Jahres vor dem Haupt­bahnhof: Marcus E. und Daniel K., die offenbar der rechten Szenen angehören, fingen mit ihrem Opfer offenbar grundlos einen Streit an. Dann sollen sie den 19-Jährigen plötz­lich angegriffen und geschlagen haben – anschlie­ßend stach der Ältere der beiden mit einem Klapp­messer zu. Kamal K. hatte keine Chance – er verblu­tete. Ob Auslän­der­feind­lich­keit als Motiv in Frage kommt, ist bisher noch unklar. Während des Prozess soll auch ein Gutachter klären, inwie­weit die Angeklagten schuld­fähig sind. Zur Tatzeit sollen sie betrunken gewesen sein. Bei einer Verur­tei­lung drohen den beiden Haftstrafen von 10 und 15 Jahren.

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Landge­richts­spre­cherin Katrin Seidel