Razzia bei Klima-Klebern der Sixtinischen Madonna

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Nach der Klebe-Attacke einer radikalen Klimagruppe in der Dresdner Gemäldegalerie hat die Polizei am Donnerstag die Wohnungen der drei Beschuldigten in Leipzig, Berlin und Greifswald durchsucht. Dabei wurden Datenträger und Kommunikationsmittel sichergestellt, teilte die Staatsanwaltschaft Dresden mit.

Bei den Kunstschändern handelt es sich um eine 22-jährige Frau und zwei Männer - 22 und 29 Jahre alt. Sie gehören zur radikalen Klima-Gruppe "Letzte Generation". Zwei der selbsternannten Aktivisten hatten sich im August an den Rahmen der „Sixtinischen Madonna“ geklebt, der jüngere Mann filmte die Aktion und stellte sie online.

Die Aktion richtete einen Schaden von rund 10.000 Euro an. Die Kosten der Restaurierung am betroffenen Rahmen belaufen sich auf ca. 4.000. Dazu kommt laut Staatlichen Kunstsammlungen ein Einnahmeverlust von 7.000 Euro durch die nötige Schließung des Museums. Das mit einer Glasscheibe versehene Bild aus dem 16. Jahrhundert selbst wurde bei der Aktion nicht beschädigt.

Die Staatlichen Kunstsammlungen verhängten Hausverbote gegen die beiden in ihren 15 Museen und stellten Strafanzeige. Zudem wurde ein zivilrechtliches Verfahren wegen Schadenersatz angestrengt.