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RB Leipzig erster Hoffenheim-Bezwinger

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Rekord­auf­steiger RB Leipzig hat die Unbesieg­baren der TSG Hoffen­heim bezwungen. Der Tabel­len­zweite der Fußball-Bundes­liga setzte sich am Samstag in der heimi­schen Red Bull Arena in einem packenden Verfol­ger­duell mit 2:1 (1:1) durch. Nadiem Amiri brachte die Gäste in der 18. Minute in Führung, Timo Werner (38.) gelang der Ausgleich, Marcel Sabitzer (77.) der Siegtreffer. Für Hoffen­heims Torjäger Sandro Wagner war die Partie vorzeitig beendet: Vor den Augen auch von Bundes­trainer Joachim Löw sah der bis dahin wirkungs­lose Torjäger wegen groben Foulspiels die Rote Karte (60.).RB blieb damit unter Trainer Ralph Hasen­hüttl zuhause ungeschlagen, feierte den siebten Sieg in Serie. In der Tabelle wahrten die Sachsen (42 Punkte) den Drei-Punkte-Rückstand auf Spitzen­reiter FC Bayern und vergrö­ßerte den Vorsprung auf Platz drei auf zehn Zähler. Hoffen­heims Serie endete am 18. Spieltag. Die Mannschaft von Trainer Julian Nagels­mann rutschte durch die erste Saison­nie­der­lage auf den vierten Platz (31) hinter Eintracht Frank­furt (32) ab.Dass dieses Verfol­ger­duell vor 39 633 Zuschauern nicht torlos enden würde, wurde schnell klar. Nicht aber die beiden besten deutschen Torjäger sorgten für den ersten Treffer, selbst wenn Werner gleich zu Beginn auf sich aufmerksam machen konnte. Nicht einmal vier Minuten waren gespielt, da setzte sich der 20-Jährige auf der rechten Seite sehens­wert durch und passte den Ball zurück auf Naby Keita. Der RB-Regis­seur zog ab, zielt aber knapp am Tor vorbei.Die Gastgeber waren im Spiel, dominierten zunächst auch, 1899 war auf Konter aus. In der zwölften Minute versuchte es Werner mit einer Kopfball­ver­län­ge­rung nach eine Ecke - vorbei. In der 17. Minute wuchtete Abwehr­chef und Kapitän Willi Orban den Ball mit dem Kopf nach einer Ecke aufs Tor. Mit einer Hand rettete Keeper Oliver Baumann die Hoffen­heimer spekta­kulär vor dem Rückstand. Von Werners Angriffs­pen­dant Wagner war bis dahin wenig zu sehen, wenngleich die Gäste auch unter Druck ihre spiele­ri­sche Klasse erkennen ließen.Und so fiel auch die Hoffen­heimer Führung. Vier Stationen aus dem eigenen Straf­raum heraus, am Ende ein Bilder­buch-Doppel­pass zwischen Amiri und Andrej Kamaric - RB-Keeper Peter Gulacsi musste erstmals seit dem 2:1 gegen den FC Schalke am 3. Dezember in einem Heimpf­licht­spiel den Ball aus dem eigenen Tor holen. Nun drückte Hoffen­heim, rekla­mierte Elfmeter, als RB-Abwehr­spieler Bernardo im Straf­raum den Ball an den Arm geschossen bekam (23.), verpasste den zweiten Treffer, als Natio­nal­spieler Niklas Süle mit einem Kopfball an Gulacsi schei­terte (24.).Wagner indes blieb weitge­hend wirkungslos. Werner nicht. RB setzte die Gäste wieder früh unter Druck, der Ball landet schlie­ß­lich bei dem Goalgetter des Aufstei­gers. Mit rechts spitzelt er ihn an Baumann vorbei ins Tor: Werners elftes Saisontor.Wagner hatte nach der Pause seinen Auftritt - aller­dings einen unrühm­li­chen. Auf Höhe der Mittel­linie trat der 29-Jährige Leipzigs Stefan Ilsanker mit der Sohle aufs Sprung­ge­lenk. Es folgte der erste Platz­ver­weis für die Hoffen­heimer nach 28 Spielen, für Wagner war es der vierte im 134. Bundes­liga-Spiel.Wieder spielte RB in Überzahl, wie vor einer Woche beim 3:0 gegen Frank­furt über fast 90 Minuten. Und auch diesmal ließen weitere Chancen nicht lange auf sich warten: Werner (66.) und Yussuf Poulsen (68.) schei­terten an Baumann. Dann nahm Sabitzer Maß, sein Schuss wurde abgefälscht und landete im Netz, die RB-Fans intonierten: „Leipzig­überall“. Der Rekord­auf­steiger machte den nächsten großen Schritt in Richtung Champions League.(dpa)