++ EIL ++

RB Leipzig feiert deutlichen Heimsieg gegen das Tabellen­schlusslicht

Zuletzt aktualisiert:

RB Leipzig hat seine Sieglos-Serie mit einem über weite Strecken glanz­losen Erfolg gegen den abgeschla­genen Tabel­len­letzten SV Darmstadt 98 beendet. Das Team von Ralph Hasen­hüttl setzte sich am Samstag gegen am Ende einbre­chende Gäste mit 4:0 (1:0) durch. Aufsteiger Leipzig bleibt damit als Tabel­len­zweiter in der Fußball-Bundes­liga auf Champions-League-Kurs.Der nach seinem Kreis­lauf­kol­laps wieder­ge­ne­sene Naby Keita (12.) brachte die Sachsen am Samstag vor 39.394 Zuschauern in der Red Bull Arena in Führung. Emil Forsberg (67.) und Willi Orban (79.) erhöhten, ehe erneut Keita (80.) den Endstand markierte. Darmstadt spielte ab der 72. Minute nach einer Gelb-Roten Karte für Sandro Sirigu auch noch in Unter­zahl.Es war trotz der Höhe ein Arbeits­er­folg für die zuvor in drei Partien sieglosen Leipziger. Nach dem Dropkick-Kunstsschuss von Keita lief nicht mehr viel bei den Gastge­bern. Die anschlie­ßenden Großchancen von Forsberg und Sabitzer wurden kläglich vergeben. Zudem ließ die Leipziger das Team von Torsten Frings viel zu sehr ins Spiel kommen. Der Tabel­len­letzte kombi­nierte phasen­weise gut, überspielte das durch inten­sives Pressing geprägte RB-Mittel­feld. Nur konnten der SV die Großchancen nicht nutzen: Sidney Sam (25.) und Fabian Holland (45.+1) schei­terten freiste­hend.Auffal­lend waren die anfäng­li­chen Unsicher­heiten von RB-Ersatz­keeper Fabio Coltorti. Vor dem Anpfiff wurde er noch für seinen Siegtreffer in der Nachspiel­zeit gegen die „Lilien“ in der 2. Liga eupho­risch gefeiert, bei seinen halbher­zigen Abwehr­ver­su­chen ging dann nur ein Raunen durch das Stadi­on­rund. Der 36 Jahre alte Schweizer kam notge­drungen zu seinem ersten Bundes­liga-Einsatz, weil Stamm­tor­hüter Pèter Gulàcsi grippe­er­krankt ausfiel und Ersatz­tor­wart Marius Müller Ellen­bo­gen­pro­bleme beklagte.Darüber hinaus rotierte RB-Coach Hasen­hüttl nach dem Muskel­fa­ser­riss von Natio­nal­stürmer Timo Werner ungewohnt viel. Er verzich­tete einmal mehr auf Davie Selke von Beginn an und beorderte den robusten Schotten Oliver Burke in die rechte Sturm­spitze. In der Innen­ver­tei­di­gung brachte Hasen­hüttl Bernardo für Benno Schmitz. Burke zeigte viel Einsatz und ging lange Wege, doch Tempo und Technik bildeten oft keine Einheit. Nach dem Wechsel schei­terte er per Kopf (48.) an SV-Keeper Fernandes Heuer, dann mit einem Flach­schuss (58.).Besser machte es der Schwede Forsberg, der neben Keita für die wenigen Glanz­mo­mente im RB-Spiel sorgte. Nach einem Halsten­berg-Pass zog er nach innen und aus 18 Metern ab. Sein abgefälschter Schuss war für Heuer unhaltbar. Unmit­telbar danach kamen mit dem Dänen Yussuf Poulsen, der nach seinem Muskel­bün­del­riss am 11. Februar sein Comeback feierte, neue Angriff­s­im­pulse. Orban per Kopfball nach einer Ecke und der überra­gende Keita setzten dann die Schluss­punkte.(dpa)