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RB Leipzig gewinnt in Wolfsburg

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Die Krise beim VfL Wolfs­burg spitzt sich nach einer Heimnie­der­lage gegen Aufsteiger RB Leipzig zu. Während der Bundes­liga-Neuling seine erstaun­liche Erfolgs­serie fortge­setzt hat, läuft der VfL mit nur sechs Zählern und Platz 14 in der Tabelle der Fußball-Bundes­liga weit hinter den eigenen Erwar­tungen her. Auf Trainer Dieter Hecking und sein Team um die Natio­nal­spieler Mario Gomez und Julian Draxler kommen ungemüt­liche Zeiten zu.Leipzig dagegen bleibt dank des 1:0 (0:0) am Sonntag vor 30 000 Zuschauern in der Volks­wagen-Arena weiter ungeschlagen. Zusammen mit dem 1. FC Köln liegt das Team von Trainer Ralph Hasen­hüttl als Tabel­len­dritter nur zwei Punkte hinter Spitzen­reiter FC Bayern München. Die lauffreu­di­geren Leipziger verbes­serten dank ihres vierten Saison­sieges durch ein Tor von Emil Forsberg (70.) den Start­re­kord für Bundes­liga-Debütanten auf nun sieben Spiele ohne Nieder­lage.Dass es kein früheres Tor gab lag auch an Forsberg, der einen schweren Patzer von VfL-Keeper Koen Casteels und den anschlie­ßenden Straf­stoß nicht nutzte. Dabei hatte Trainer Hecking unmit­telbar vor dem Spiel gefor­dert: „Die Fehlpass-Quote muss gering sein.“ Doch Casteels hatte das offen­sicht­lich nicht richtig verstanden. In der 18. Minute verlor der VfL-Torhüter nach Rückpass von Robin Knoche ein Laufduell mit Timo Werner und foulte dabei Leipzigs flotten Stürmer. Den fälligen Straf­stoß vergab Forsberg kläglich. Es war bereits der fünfte nicht verwan­delte Elfmeter an diesem Bundes­liga-Wochen­ende - das ist Rekord.Beson­ders im Blick­punkt stand Gomez. Der zuletzt angeschla­gene Natio­nal­spieler, der zwei Spiele der DFB-Auswahl absagen musste, tat sich aber auch gegen die Leipziger schwer. Der als Torschüt­zen­könig der türki­schen Liga nach Deutsch­land zurück­ge­kehrte Angreifer hatte zudem Pech, dass Bernardos Attacke im Straf­raum (35.) von Schieds­richter Sascha Stege­mann nicht als Elfmeter gepfiffen wurde. Gomez blieb auch im sechsten Spiel für den VfL ohne Treffer.Anfangs verbes­sert zeigte sich Draxler. Die beiden Startelf-Einsätze in der Natio­nal­mann­schaft und das Tor gegen Nordir­land scheinen dem ehema­ligen Schalker gut getan zu haben. Draxler war sicht­lich engagierter als bei den bishe­rigen Saison­ein­sätzen für den VfL, auch wenn seinen Aktionen die letzte Präzi­sion fehlte, um für mehr Torge­fahr zu sorgen. Doch das nutzte alles nichts.Der VfL, bei dem Kapitän Luiz Gustavo in die Stamm­for­ma­tion zurück­ge­kehrte, hatte kein Rezept gegen den kecken Aufsteiger. Die früh störenden Leipziger zeigten einmal mehr eine taktisch reife Leistung. Der Treffer von Forsberg, der aus 18 Metern genau ins rechte Eck traf, war kein Zufalls­pro­dukt. Mit Leipzig ist zu rechnen.(dpa)