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RB Leipzig im Pokal-Achtelfinale

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RB Leipzig hat ein fast verloren geglaubtes Spiel gedreht und erstmals in der Clubge­schichte das Achtel­fi­nale im DFB-Pokal erreicht. Im Duell der sächsi­schen Fußball-Zweit­li­gisten setzten sich die Leipziger am Mittwoch­abend gegen den FC Erzge­birge Aue mit 3:1 (0:1, 1:1) nach Verlän­ge­rung durch. Vor 28.419 Zuschauern lenkte Lukas Kloster­mann in der 20. Minute eine Herein­gabe von Aues Kapitän René Kling­beil ins eigene Tor. Erst in der Nachspiel­zeit gelang Yussuf Poulsen der Ausgleich und damit die Verlän­ge­rung. In der 98. Minute verwan­delte Dominik Kaiser einen Foulelf­meter, ehe Terrence Boyd (108.) mit seinem ersten Pflicht­spieltor für RB alles klar machte.In einer Begeg­nung, die vor allem von der Spannung lebte, überraschte Aue die Gastgeber mit einer ungewöhn­lich offen­siven Aufstel­lung, großer Laufbe­reit­schaft und spiele­ri­scher Sicher­heit. Gegen die sicher stehende Hinter­mann­schaft der Erzge­birger fiel den Leipzi­gern wenig ein, die diesmal ohne den verletzten U19-Europa­meister Joshua Kimmich vor allem im Mittel­feld Kreati­vität vermissen ließen.Aue hatte zwar nur wenige Gelegen­heiten, diese waren aber hochka­rätig. Mike Könnecke hätte die Partie bereits in der 32. und 59. Minute entscheiden können, als er - allein vor RB-Torhüter Fabio Coltorti - verzog bezie­hungs­weise nur die Latte traf. Auch Arvydas Novikovas lief allein auf Coltorti zu, hob den Ball aber kraftlos in dessen Arme (81.).Leipzig war fast nur über den Dänen Poulsen gefähr­lich, der sich aber nur selten der Auer Deckung entziehen konnte. In der hekti­schen Schluss­phase prüfte zudem der einge­wech­selte Terrence Boyd Aues Schluss­mann Männel mit einem wuchtigen Kopfball (81.), ehe Poulsens Kopfball­treffer die Verlän­ge­rung erzwang. In der Nachspiel­zeit spielte RB dann die größeren Reserven aus.(dpa)Im Achtel­fi­nale bekommen es die Roten Bullen Anfang März 2015 mit dem VfL Wolfs­burg zu tun.