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RB Leipzig kassiert dritte Bundesli­ga­niederlage

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Borussia Dortmund hat dem Stimmungs­tief getrotzt und RB Leipzig um die Chance gebracht, bis auf einen Zähler an Tabel­len­führer FC Bayern heran­zu­rü­cken. Mit dem 1:0 (1:0) im Ideologie-Gipfel gelang es dem Team von Trainer Thomas Tuchel, den großen Abstand zum Rivalen aus Sachsen zumin­dest etwas zu verkürzen. Vor 81 360 Zuschauern im ausver­kauften Signal Iduna Park sorgte Torschütze Pierre-Emerick Aubameyang (35. Minute) am Samstag für den verdienten BVB-Sieg. Der ersatz­ge­schwächte Tabel­len­zweite aus Leipzig liegt auch nach der dritten Saison­nie­der­lage aber immer noch acht Punkte vor dem Revier­club.Schon bei der Fahrt Richtung Stadion bekam das Gäste-Team die beson­dere Stimmung zu spüren. Über einigen Straßen­brü­cken hingen Schrift­banner mit kriti­schen Kommen­taren zum von Unter­nehmer Dietrich Mateschitz alimen­tierten RB-Konzept. Ähnliche Spruch­bänder waren kurz vor dem Anpfiff in großer Zahl auf der Südtri­büne des Stadions zu sehen. Diese Proteste hinter­ließen bei den Leipzi­gern jedoch zunächst nur wenig Wirkung. Auch ohne die grippe­kranken Timo Werner, Marcel Sabitzer und Diego Demme sowie den gesperrten Emil Forsberg starteten sie mutig in die Partie. Die erste Chance hatten jedoch die Dortmunder, bei denen die Weltmeister Mario Götze und André Schürrle nicht zum Einsatz kamen. Doch der Volley­schuss von Marco Reus in der dritten Minute stellte RB-Keeper Peter Gulacsi vor keine großen Probleme.Den bei BVB-Heimspielen üblichen Ballbe­sitz­fuß­ball gab es diesmal nicht zu sehen. Den unter­banden die Gäste mit gnaden­losem Foreche­cking. Nicht zuletzt deshalb verlegte sich die Borussia in der inten­siven und hekti­schen Partie aufs Kontern. Aller­dings mangelte es dabei zu Beginn an Präzi­sion, um die gegne­ri­schen Abwehr ins Wanken zu bringen.Und weil auch die Leipziger im Spiel nach vorn nur wenig Konstruk­tives zustande brachten, bekamen die Zuschauer in der ersten halben Stunde keine klaren Möglich­keiten zu sehen. Erst danach war der BVB war ein weiteres Mal der Führung nahe, als Aubameyang (33.) nach Flanke von Ousmane Dembélé über das Tor köpfte.Zwei Minuten später klappte die Zusam­men­ar­beit der beiden Ausnah­me­könner besser. Nach sehens­wertem Solo bediente Dembélé den Dortmunder Torjäger muster­gültig. Aubameyang hatte deshalb keine große Mühe, aus kurzer Distanz per Kopf für seinen 17. Saison­treffer und die Dortmunder Pausen­füh­rung zu sorgen. Auch nach Wieder­an­pfiff setzte der BVB auf schnelle Konter. So verpassten Reus (52. Minute) und Aubameyang (58.) große Chancen zur 2:0-Führung. Nicht zuletzt deshalb blieben die Gäste ein unange­nehmer Gegner. Mehr und mehr näherten sie sich dem Dortmunder Tor an, erspielten sich aber keine klaren Chancen. Aller­dings musste BVB-Keeper Roman Bürki in der 71. Minute in höchster Not gegen Davie Selke retten. Auch Dortmund vergab kurz vor Schluss noch große Möglich­keiten - und darf sich über einen Stimmungs­auf­schwung freuen.(dpa)