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RB Leipzig kassiert Heimpleite gegen Wolfsburg

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RB Leipzig hat im Kampf um die Champions League einen weiteren Rückschlag vor heimi­scher Kulisse hinnehmen müssen. Der Aufsteiger verlor am Samstag gegen den VfL Wolfs­burg mit 0:1 (0:1). Den einzigen Treffer der Partie erzielte Natio­nal­stürmer Mario Gomez in der neunten Minute. Der Rückstand der Leipziger auf Tabel­len­führer FC Bayern wuchs durch die zweite Heimnie­der­lage in den vergan­genen drei Spielen auf zehn Punkte. Zudem verpasste es der Aufsteiger, den Vorsprung auf die Verfolger auszu­bauen. Die Gäste aus Wolfs­burg feierten dagegen unter dem neuen Trainer Andries Jonker den ersten Sieg im Kampf gegen den Abstieg.Eigent­lich wollten die Leipziger die Wolfs­burger ja stressen. So, wie sie es schon so oft in der ausver­kauften heimi­schen Red Bull Arena in dieser Saison gemacht hatten, außer bei der 0:3-Pleite gegen den Hamburger SV vor einem Monat. Doch die 42 558 Zuschauer wurden Zeugen vom Gegen­teil. Trainer Ralph Hasen­hüttl hatte durch die Gelbsperre von Defensiv-Allrounder Stefan Ilsanker erstmals seit dem 19. Spieltag wieder den etatmä­ßigen Kapitän Dominik Kaiser in die Startelf beordert und spielte zunächst mit drei Zweier­blö­cken vor der Vierer­ab­wehr­kette.Es funktio­nierte nicht. Auch, weil die Wolfs­burger das machten, was die Leipziger vorhatten: den Gegner stressen. Der erste Tor-Versuch durch Yannick Gerhardt in der zweiten Minute aus 13 Metern war noch zu schwach. Beim zweiten Versuch, diesmal schon durch Gomez(6.), konnte RB-Keeper Peter Gulacsi retten. Als die Wolfs­burger aber in feinster Leipziger Manier tempo­reich über Yunus Malli und Daniel Didavi auf Gomez in die Spitze spielten und der deutsche Natio­nal­stürmer den Ball zu seinem achten Saison­treffer ins Netz jagte, waren alle RB-Profis geschlagen.Die Hilflo­sig­keit hielt an, die Wolfs­burger schienen mit ihrer aggres­siven Spiel­weise die Leipziger Tempo-Kicker komplett aus dem Rhythmus gebracht zu haben. „Es ist brutal hart, wie die in die Sache gehen“, schimpfte der gesperrte Ilsanker am Halbzeit-Mikro Richtung Wolfs­burg - und Referee Benjamin Brand: „Der Schiri trägt seinen Teil dazu bei.“Zu einem (unnötigen) Foul ließ sich aber Leipzigs völlig enttäu­schender Regis­seur Naby Keita hinreißen, als die Partie schon unter­bro­chen war. Keita kassierte seine fünfte Gelbe Karte, der 22-Jährige aus Guinea ist am kommenden Samstag im Spiel beim SV Werder Bremen gesperrt.Nur ein Schuss aufs Tor in der ersten Halbzeit von Leipzig, viel mehr war da nicht. Den Diego-Demme-Schuss (15.) lenkte Diego Benaglios Stell­ver­treter Koen Casteels nicht ganz überzeu­gend zur Ecke.Hasen­hüttl reagierte, wechselte zur Pause Kaiser aus, brachte in Federico Palacios einen weiteren Angreifer und stellte auf drei Mittel­feld­spieler und drei Stürmer um. Es zeigte etwas Wirkung: In der 49. Minute verpasste Bundes­liga-Top-Torjäger Timo Werner aller­dings den Ausgleich. Auf der Gegen­seite rettete gleich zweimal der Pfosten bei Aktionen von Malli und Gomez (53.).Die Leipziger Tempo-Schön­spieler versuchten es nun mit allen Mitteln. Als Wolfs­burgs Robin Knoche den Ball an den Unterarm bekam, rekla­mierten sie vergeb­lich Handelf­meter. Danach kam Marcel Sabitzer (75.) frei zum Schuss - Casteels in die Arme. Es sollte einfach nicht klappen, und so verpasste RBL auch die Einstel­lung eines Debütanten-Ligare­kords des FC Bayern aus der Saison 1965/66, als die Münchner nach 24 Spiel­tagen 16 Siege aufweisen konnten. RB bleibt dagegen bei 15 Siegen bei vier Remis und nun fünf Nieder­lagen.(dpa)