• Größtenteils leere Stadien in Sachsen - RB Leipzig will Schluss machen mit der Beschränkung auf 1.000 Fans

RB Leipzig klagt gegen Corona-Beschränkungen in den Stadien

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Bundesligist RB Leipzig hat als erster Fußballklub in Deutschland Klage gegen die aktuelle Corona-Verordnung eingereicht. Die Leipziger wollen gegen die derzeitige Zuschauerbeschränkung von maximal 1.000 Personen in den sächsischen Stadien vorgehen. Das berichtet die BILD-Zeitung. Der Tabellensechste hat beim Sächsischen Oberverwaltungsgericht in Bautzen einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung im Eilverfahren gestellt, wie RB am Samstag mitteilte.

Demnach stört sich RB an den unterschiedlichen Regelungen in den Bundesländern. So dürfen zum Beispiel in Sachsen-Anhalt bis zu 15.000 Zuschauer in die Arenen. Außerdem entgehen dem Bundesligisten laut Vorstandschef Oliver Mintzlaff regelmäßig wichtige Zuschauereinahmen. In den vergangenen zwei Jahren habe sich so ein Minus von über 60 Millionen Euro angehäuft.

Die Leipziger hoffen durch den Antrag, eine kurzfristige Lösung für Heimspiele in der Red Bull Arena zu erwirken, die «eine für alle Seiten sachlich faire, gerechtfertigte und nachvollziehbare Entscheidung» darstelle. Zu Beginn der Woche hatte RB Leipzigs Vorstandschef Oliver Mintzlaff mit harscher Kritik auf die Beschlüsse von Bund und Ländern zu den Corona-Maßnahmen reagiert. Dabei schloss Mintzlaff den juristischen Klageweg nicht aus, um wieder mehr Zuschauer zu den Spielen in der Fußball-Bundesliga zulassen zu können. (mit dpa)