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RB Leipzig neuer Tabellenzweiter in der Fußballbundesliga

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Die Bestmarke als bester Neuling der Bundes­liga-Historie hat RB Leipzig ausge­baut, der Rekord als bester Aufsteiger wird ab sofort gejagt. Das Team von Ralph Hasen­hüttl gewann am Sonntag gegen Werder Bremen mit 3:1 (1:0) und ist auch nach dem achten Spieltag unbezwungen. Mit einem Solo brachte Naby Keita die Leipziger in der 42. Minute vor 42 558 Zuschauern in der ausver­kauften Red Bull Arena in Führung, ehe er in der 74. Minute zum 2:0 einköpfte. Den Bremer Treffer erzielte Serge Gnabry (76.). In der vierten Minute der Nachspiel­zeit traf der einge­wech­selte Davie Selke zum Endstand. In der Tabelle bleiben die ambitio­nierten Sachsen mit zwei Zählern Rückstand als Zweiter Bayern-Jäger Nummer eins.Mit diesem Begriff oder dem Rekord kann Hasen­hüttl nichts anfangen: „Es hilft uns nicht, das nächste Spiel zu gewinnen. Wir müssen uns auf die Dinge konzen­trieren, die wir beein­flussen können. Ergeb­nisse oder Siege kommen dann von ganz allein.“Noch zwei Siege oder Unent­schieden, dann hat RB den Uralt-Rekord vom MSV Duisburg aus der Saison 1993/1994 geknackt. Damals blieben die „Zebras“ bis zum zehnten Spieltag ohne Nieder­lage (4 Siege, 6 Remis). Zumin­dest die Bestleis­tung des 1. FC Kaisers­lau­tern vor 19 Jahren in der Meister­schafts­saison unter Otto Rehhagel (erste Nieder­lage am 8. Spieltag) übertrumpften die Leipziger am Sonntag.Yussuf Poulsen hatte schon in der fünften Minute die Führung auf dem Fuß. Im Laufduell setzte er sich gegen zwei Bremer durch und schei­terte aus vollem Lauf aus gut zwölf Metern an Werder-Keeper Felix Wiedwald. Danach beherrschte Leipzig das Spiel, Bremen hatte nicht eine Torchance in Halbzeit eins. Kurz vor dem Pausen­pfiff kam dann das unbän­dige Solo von Keita: Kurz nach der Mittel­linie begann sein Dribb­ling, gekonnt ließ er mit der Fußspitze einen Bremer nach dem anderen aussteigen, umkurvte Keeper Wiedwald und wuchtete das Leder zur Führung über die Linie. Da staunte sogar Natio­nal­spieler und Ex-Bulle Joshua Kimmich vom FC Bayern auf der Tribüne.Nach der Pause, in der Leipzig die Vertrags­ver­län­ge­rung mit dem derzeit verletzten Lukas Kloster­mann (Kreuz­band­riss) vorzeitig um drei Jahre bis zum 30. Juni 2021 bekannt gab, gab Werder plötz­lich Gas. Erst rettete Bernardo (49.) vor dem einschuss­be­reiten Serge Gnabry, Sekunden später parierte RB-Torhüter Peter Gulacsi einen Volley­schuss des U21-Natio­nal­spie­lers.Diese Warnung ließ Leipzig nicht unbeant­wortet: Der Schwede Emil Forsberg trieb an seinem 25. Geburtstag mit vielen Ideen seine Mitspieler an. Der zwei Minuten zuvor einge­wech­selte Davie Selke flankte in der 74. Minute von der linken Grund­linie genau auf den Kopf von Keita, der das 2:0 erzielte. 70 Sekunden später sendete Bremen ein Lebens­zei­chen: Gnabry war nach einer Flanke von rechts zur Stelle. In der Nachspiel­zeit nutzte Selke einen der vielen Konter zum 3:1, er musste den Ball nur noch ins leere Tor schieben.Dennoch warten die Bremer jetzt auswärts seit acht Spielen auf einen Sieg, das gab es zuletzt im Februar 2014. Zudem feierte Routi­nier Clemens Fritz ein trauriges Jubiläum in seiner alten Heimat, wo er von 1997 bis 1999 für den VfB Leipzig spielte: Persön­lich war es die 100. Bundes­liga-Nieder­lage mit seinem Verein.(dpa)