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RB Leipzig punktet beim Bundesligadebüt

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Bei der Rückkehr an die alte Wirkungs­stätte hat Sport­di­rektor Ralf Rangnick mit RB Leipzig eine gelun­gene Premiere im Fußball-Oberhaus erlebt. Im ersten Bundes­li­ga­spiel der Vereins­ge­schichte holten die Sachsen am Sonntag dank einer überzeu­genden Vorstel­lung bei der einst von Rangnick betreuten TSG 1899 Hoffen­heim ein verdientes 2:2 (0:0). Vor 24 188 Zuschauern erzielten Lukas Rupp in der 55. Minute und Mark Uth (83.) die Tore für die Hausherren. Dominik Kaiser (58.) und Marcel Sabitzer (90.) trafen für die Gäste.Von wegen Sommer­fuß­ball, dachten sich beide Teams, und legten ungeachtet von Tempe­ra­turen um die 30 Grad schwung­voll los. Schon in der ersten Minute musste RB-Torwart Peter Gulacsi zweimal retten: Erst gegen den durch­ge­bro­chenen Uth, dann gegen den Nachschuss von Sebas­tian Rudy. Der Neuling zeigte sich jedoch nicht beein­druckt und kam ebenfalls schnell zu Chancen. Marcel Sabitzer (4.) schei­terte an TSG-Keeper Oliver Baumann, der auch gegen Kaiser (12.) die Oberhand behielt.Der Neuling aus Leipzig, der am Sonntag mit dem Brasi­lianer Bernardo von Red Bull Salzburg und Oliver Burke von Nottingham Forest zwei weitere Neuzu­gänge verpflich­tete, zeigte keine Scheu und spielte munter nach vorn. Vom Pokal-Aus in Dresden eine Woche zuvor schien sich Leipzig gut erholt zu haben. Hoffen­heim war in der Defen­sive mehr gefor­dert als erwartet und zeigte sich durchaus anfällig.So auch nach einer halben Stunde, als Yussuf Poulsen frei zum Kopfball kam. Doch wieder reagierte Baumann prächtig. Und auch Kaiser (34.) brachte den Ball mit einem Schlenzer nicht im Netz unter. TSG-Vertei­diger Niklas Süle, der erst zu Wochen­be­ginn mit Silber von den Olympi­schen Spielen aus Rio heimge­kehrt war, hatte das Leder im eigenen Straf­raum vertän­delt.Von den Hausherren war offensiv wenig zu sehen. Das Pausen-Remis war äußerst schmei­chel­haft und einzig dem gut aufge­legten Baumann zu verdanken. Rangnick, der die TSG von 2006 bis 2011 trainiert und 2008 in die Bundes­liga geführt hatte, raufte sich angesichts der Leipziger Abschluss­schwäche ein ums andere Mal die Haare.Und es kam noch schlimmer. Zehn Minuten nach Wieder­be­ginn lag der Aufsteiger plötz­lich hinten. Nach einer zu kurz abgewehrten Ecke hämmerte der im Sommer vom Absteiger VfB Stutt­gart verpflich­tete Rupp den Ball aus rund 20 Metern ins Eck. Doch die Antwort des kecken Neulings ließ nicht lange auf sich warten. Ausge­rechnet RB-Kapitän Kaiser, der sich einst in Hoffen­heim nicht durch­setzen konnte und vor Wochen­frist beim Pokal-Aus in Dresden den entschei­denden Elfmeter verschossen hatte, traf per Direkt­ab­nahme zum Ausgleich.Mit zuneh­mender Spiel­zeit mussten beide Teams dem hohen Tempo Tribut zollen. Das Geschehen spielte sich jetzt weitge­hend zwischen den Straf­räumen ab, weil es an der nötigen Präzi­sion im Passspiel mangelte. Sieben Minuten vor dem Ende schloss Uth einen Konter eiskalt zur erneuten Hoffen­heimer Führung ab. Doch der Neuling schlug noch einmal zurück. Sabitzer erzielte den umjubelten Ausgleich und machte damit auch Rangnick froh.RB-Coach Ralph Hasen­hüttl wollte aber noch mehr. Weil Schieds­richter Tobias Stieler am Ende einen Eckstoß nicht mehr ausführen ließ, lief der Gäste­trainer wütend auf den Platz. Doch nach wenigen Minuten hatte sich auch Hasen­hüttl mit dem Remis angefreundet und dankte seinem Team noch auf dem Rasen im Mannschafts­kreis für den coura­gierten Auftritt.(dpa)