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RB Leipzig scheitert in der ersten Pokalrunde

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Eine Woche vor dem Bundes­liga-Debüt hat Rasen­Ball­sport Leipzig einen empfind­li­chen Rückschlag erlitten. Nach dem 4:5 (2:2/2:2) im Elfme­ter­schießen bei Dynamo Dresden schied der Aufsteiger als erster Bundes­li­gist in der ersten Runde des DFB-Pokals aus. Aias Aosman schoss den Außen­seiter ins Glück. In einer nerven­auf­rei­benden und emoti­ons­ge­la­denen, aber jeder­zeit fairen Partie nutzte der Dynamo-Mittel­feld­spieler den letzten Schuss im Elfme­ter­schießen. Zuvor hatte ledig­lich RB-Kapitän Dominik Kaiser seinen Elfmeter in die Arme vonDy­namo-Torhüter Marvin Schwäbe geschossen. Nach 120 Minuten hatte es 2:2 (0:2, 2:2, 2:2) gestanden.Im brisanten Sachsen-Duell sah zunächst alles nach einem Gäste-Sieg aus. Vor 29 222 Zuschauern im ausver­kauften DDV-Stadion markierten Marcel Sabitzer (15.) und Kaiser (45.+1/Handelf­meter) die Tore für die lange Zeit überle­genen Gäste. Stefan Kutschke nutzte für Dynamo einen Foulstraf­stoß (47.), um in der 78. Minute auszu­glei­chen.Dynamo-Trainer Uwe Neuhaus hatte mit einer extrem defen­siven Aufstel­lung überrascht. Mit einer Fünfer-Abwehr­kette versuchte er der zu erwar­tenden Angriffs­wucht der Gäste zu begegnen. Das gelang auch bis zur 14. Minute. Nachdem Marvin Stefa­niak nur um Zenti­meter mit einem Distanz­schuss das RB-Gehäuse verfehlt hatte, meldete auf der Gegen­seite Yussuf Poulsen Gefahr an. Nur eine Minute später versenkte Sabitzer per Kopf eine Flanke von Diego Demme unbedrängt zur Führung.Damit war Dynamos Konzept bereits durch­kreuzt. Die langen Schläge aus der Abwehr erreichten zwar oftmals den einzigen Dynamo-Angreifer Stefan Kutschke, doch der ehema­lige RB-Spieler wurde von Willi Orban weitge­hend beherrscht. Da das Mittel­feld der Dresdner praktisch nicht statt­fand, hatte Leipzig leichtes Spiel. Kurz vor der Pause sorgte dann ein vermeint­li­ches Handspiel von Manuel Konrad für eine Vorent­schei­dung. Dynamo-Schluss­mann Marvin Schwäbe hatte beim Straf­stoß von Kaiser keine Chance.In der Pause stellte Neuhaus wieder auf das bewährte System mit der Vierer­kette um. Mit schnellem Erfolg. Nach einem Foul von Benno Schmitz an Fabian Müller verwan­delte Kutschke den Elfmeter sicher. Von diesem Moment an war die Partie ausge­gli­chen. Leipzig kam nicht mehr aus der Lethargie heraus, in die man sich dank der Überle­gen­heit in der ersten Halbzeit gespielt hatte. Dynamo kämpfte und spielte plötz­lich. Kutschke vergab nach 74 Minuten noch ganz knapp, ehe er es vier Minuten besser machte.Nun erwachte auch RB. Poulsens Kopfball lenkte Schwäbe gerade noch über die Latte. Doch mehr ließen die Gastgeber bis zum Ende der regulären Spiel­zeit nicht zu.In der Verlän­ge­rung dominierten die Leipziger. Chancen durch Poulsen (96.), Kaiser (98., 100.) und dem einge­wech­selten Timo Werner (104.) blieben ungenutzt. Dynamos größte Möglich­keit vergab Akaki Gogia (111.), sein Schuss wurde gerade noch zur Ecke abgefälscht.(dpa)