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RB Leipzig spielt 1:1 auf Schalke

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Timo Werner hat den Spieß­ru­ten­lauf auf Schalke erfolg­reich gemeis­tert und Bundes­liga-Aufsteiger RB Leipzig ein Stück näher Richtung Champions League geschossen. Der Fußball-Natio­nal­spieler, der wegen einer peinli­chen Schwalbe im Hinspiel Pfiffe und Schmäh­ge­sange ertragen musste, erzielte am Sonntag beim verdienten 1:1 (1:0) mit seinem 17. Saison­treffer (14.) die Führung. Den willens­starken Schal­kern rettete drei Tage nach dem bitteren Aus in der Europa League gegen Ajax Amsterdam der überra­schend aufge­bo­tene Klaas-Jan Hunte­laar mit seinem ersten Liga-Tor seit mehr als einem halben Jahr zumin­dest einen Punkt (46.).Den Sachsen fehlen bei vier Spiel­tagen noch vier Zähler zur sicheren Quali­fi­ka­tion für die Königs­klasse, da die Verfolger Borussia Dortmund und 1899 Hoffen­heim noch direkt aufein­an­der­treffen. Der Rückstand auf Tabel­len­führer FC Bayern bleibt jedoch bei acht Punkten, zudem verpasste RB vorerst die Einstel­lung des Aufsteiger-Rekords der Bayern aus der Saison 1965/66 von 20 Saison­siegen. Für die Schalker ist hingegen die erhoffte direkte Rückkehr in die Europa League bei sechs Punkten Rückstand auf Rang sechs kaum noch zu schaffen.Die Leipziger waren vor 60 916 Zuschauern zunächst die dominie­rende Mannschaft. Sie gewannen die meisten Zweikämpfe und kombi­nierten sich immer wieder gefähr­lich vor dem Straf­raum der Königs­blauen. Vor allem Werner und Emil Forsberg sorgten für Unruhe. Den Gastge­bern waren indes die Anstren­gungen vom unglück­li­chen Europa-League-Spiel gegen Ajax am Donnerstag anzumerken. Zudem fehlten wichtige Kräfte wie Leon Goretzka (Gehirn­er­schüt­te­rung und Kiefer­ver­let­zung gegen Ajax) und kurzfristig Matija Nastasić (Waden­pro­bleme).S04-Trainer Markus Weinzierl berief erstmals Guido Burgstaller und Hunte­laar als Doppel­spitze in die Startelf. Die Maßnahme brachte zunächst wenig. Das Mittel­feld lieferte kaum Impulse. Gefähr­lich waren die Schalker nur, wenn sie Raum zum Kontern hatten. So kamen sie auch zur ersten Chance, doch nach Flanke des Spaniers Coke setzte Burgstaller (12.) per Kopf den Ball knapp am Tor vorbei.Es sollte für lange Zeit die einzige Aufreger-Situa­tion der Gelsen­kir­chener im Leipziger Straf­raum bleiben. Die Sachsen kontrol­lierten die Partie und gingen verdient durch Werners Kopfball in Führung. Der Jung-Natio­nal­spieler verzich­tete danach auf Jubel­gesten, um die Schalker Fans nach seiner Schwalben-Affäre aus dem Hinspiel nicht unnötig zu provo­zieren.Die Gäste verpassten es in der Folge­zeit, noch vor der Pause die Führung auszu­bauen. Fünf Minuten schoss Forsberg freiste­hend aus etwa elf Metern am Tor vorbei. Der aufmerk­same 04-Keeper Ralf Fährmann musste dann in der 36. Minute rund 40 Meter vor dem Tor gegen den heran­stür­menden Werner retten.Dann der Pauken­schlag gleich nach Winder­an­pfiff: Nach nur 47 Sekunden nickte Hunte­laar den Ball per Kopf völlig überra­schend zum Ausgleich ein. Der Treffer schien Kräfte bei den Schal­kern freizu­setzen, die Gäste mussten sich hingegen erst einmal finden. Der Spiel­fluss des Tabel­len­zweiten war dahin, auch weil die Gastgeber die Räume nun besser zustellten. Coke (65.) und Schöpf (66.) hatten kurz nachein­ander jeweils per Kopf Chancen zur Schalker Führung. Für Leipzig sorgte Marcel Sabitzer (80.) mit einem Freistoß für einen Hauch von Gefahr. Am Ende blieb es beim leistungs­ge­rechten Remis.(dpa)