++ EIL ++

RB Leipzig spielt 1:1 gegen Mönchengladbach

Zuletzt aktualisiert:

RB Leipzig hat den nächsten Überra­schungs­coup nur ganz knapp verpasst. Gegen Borussia Mönchen­glad­bach musste sich der Aufsteiger am Mittwoch­abend mit einem 1:1 (1:0) zufrieden geben, obwohl er lange Zeit geführt hatte. Vor 42 558 Zuschauern in der Red Bull Arena hatte Timo Werner Leipzig bereits in der sechsten Minute in Führung gebracht. Fabian Johnson gelang in der 84. Minute aber noch der verdiente Ausgleich für die Gladba­cher. Dennoch bleibt RB Leipzig der einzige Verein in der Bundes­liga-Historie ohne Nieder­lage - nach aller­dings auch erst vier Begeg­nungen.„Wir waren nah dran am Sieg, auch zeitlich“, sagte Leipzigs Trainer Ralph Hasen­hüttl. Einen Vorwurf wolle der RB-Coach seinem Team aber nicht machen. „Mit dem 1:1 gegen einen Champions-League-Teilnehmer können wir gut leben.“Das sah auch Stefan Ilsanker so. „Wir haben lange geführt, der Champions-League-Vertreter hatte lange Zeit keine Lösungen gegen uns“, sagte der Öster­rei­cher. „Am Ende haben sie es mit langen Bällen versucht und Gladbach hat so viel Qualität, dass sie dann immer ein Tor machen können.“ Die Gäste waren mit dem Punkt zufrieden. „Das frühe Gegentor hat uns nicht in die Karten gespielt“, meinte André Hahn. „Aber wir haben gezeigt, dass wir kämpfen können.“Gladbachs Sport­di­rektor Max Eberl hatte bereits vor dem ersten Pflicht­spiel beider Teams überhaupt gegen­ein­ander gewarnt: „Leipzig ist ein Aufsteiger, der sofort oben angreifen kann. RB hat das Poten­zial, wie Phoenix aus der Asche zu kommen.“ Den 19-minütigen Schweige-Protest seiner rund 5000 mitge­reisten Fans gegen die fortschrei­tende Kommer­zia­li­sie­rung nannte er „legitim“.Sein Chefcoach André Schubert, am Mittwoch genau ein Jahr im Amt, musste kurzfristig auf Raffael verzichten. Der Brasi­lianer, der vor seinem 100. Bundes­liga-Spiel stand, zog sich eine Zerrung im rechten Adduk­to­ren­be­reich zu. Auch sonst stellte Schubert im Vergleich zum 4:1 gegen Werder Bremen um. Andreas Chris­tensen rückte zurück in die Abwehr, wo die Gäste zunächst mit einer Vierer­kette agierten. Außerdem kehrten Tobias Strobl, Oscar Wendt und André Hahn zurück ins Team. Aller­dings musste auch Strobl in der 22. Minute verletzt raus. Für ihn kam Nico Elvedi.Hasen­hüttl nahm nach dem 4:0 in Hamburg nur zwei Änderungen vor: Werner und Dominik Kaiser spielten für Emil Forsberg und Naby Keita. Der beste Liga-Debütant seit 25 Jahren begann furios: Nach dem ersten richtigen Angriff zog Werner aus Nahdis­tanz nach einer Flanke von Yussuf Poulsen ab. Zuvor hatten sich die beiden Gladba­cher Innen­ver­tei­diger Jannik Vester­gaard und Chris­tensen ein grobes Missver­ständnis geleistet. Es war das erste Leipziger Saisontor in der ersten Hälfte, zuvor waren alle sieben Treffer in Halbzeit zwei erzielt worden. Für Werner war es bereits Saisontor Nummer drei.Gladbach erholte sich erst nach einer guten halben Stunde vom Anfangs­schock. Die erste Großchance vergab Fabian Johnson (28.), als er den Ball an die Latten­ober­kante hämmerte. Eberl, der am Mittwoch seinen 43. Geburtstag feierte, verfolgte den Auftritt seiner Borussen mit finsterer Miene.Nach der Pause kam Gladbach mit etwas mehr Schwung aus der Kabine, aber die Sachsen waren immer einen Tick schneller, aggres­siver gegen den Ball und drang­voller nach vorn. Doch in der Schluss­phase drängten die Gäste auf den Ausgleich und wurden durch Johnson belohnt. Im Gegenzug hätten die Gastgeber aber fast doch noch den Sieg perfekt gemacht. Oliver Burke schei­terte aber am Starken Yann Sommer.(dpa)