++ EIL ++

RB Leipzig spielt Unentschieden gegen Mönchengladbach

Zuletzt aktualisiert:

Die erste Belas­tungs­probe mit dem Wechsel von Champions League auf die Bundes­liga ist für RB Leipzig nur mäßig verlaufen. Drei Tage nach der Premiere in der europäi­schen Königs­klasse musste sich der Vize-Meister aus Sachsen am Samstag in der Fußball-Bundes­liga mit einem 2:2 (2:1) gegen Borussia Mönchen­glad­bach begnügen.„Es war ein krasses Spiel“, meinte RB-Coach Ralph Hasen­hüttl. „Die erste Halbzeit war sehr, sehr gut, die zweite Halbzeit sehr, sehr schlecht.“ Sein Gladba­cher Kollege Dieter Hecking war mit seinem Team vor allem dank der Steige­rung nach der Pause sehr zufrieden. „Die Leipziger haben es in den ersten 25 Minuten gut gemacht“, meinte er. „Man hat dann in der zweiten Halbzeit gesehen, dass wir natür­lich auch eine Menge Qualität haben. Wir haben sehr gut gespielt, aber es ist immer wieder ein schmaler Grat. Wenn du gegen Leipzig zu früh aufmachst, läufst du in die Konter rein.“Natio­nal­stürmer Timo Werner (17. Minute) hatte die Leipziger mit seinem vierten Saisontor in Führung in Führung gebracht. Die Borussen glichen dank eines Foulelf­me­ters von Thorgan Hazard (25.) aus. Einen starken Pass von Naby Keita nutzte Jean-Kevin Augustin (31.) dann zu seinem ersten Treffer im RB-Trikot. Doch Natio­nal­spieler Lars Stindl (61.) traf zum nicht unver­dienten Ausgleich für die Gladba­cher.Bitter für RB: In der 83. Minute sah der Leipziger Keita die Rote Karte nach einem Tritt ins Gesicht des Gladba­chers Chris­toph Kramer. „Es sah schlimmer aus, als es ist“, meinte der Weltmeister, der eine dicke Lippe davon­trug. Durch das Remis verpassten die Sachsen als Tabel­len­fünfter mit nun sieben Punkten vorerst den Anschluss an die Spitze. Die Gladba­cher haben zwei Zähler weniger und sind nach vier Spiel­tagen vorerst Zehnter. Nach dem 1:1 in der Champions League gegen die AS Monaco tauschte Leipzigs Trainer Hasen­hüttl sein Team gleich auf fünf Positionen. Endlich konnte der 50-jährige Öster­rei­cher unter anderen auch wieder auf Keita im defen­siven Mittel­feld setzen. Der Guineer fehlte zuletzt wegen Adduk­to­ren­pro­bleme. In der Offen­sive gab Rekord­ein­kauf Kevin Kampl sein Startelf­debüt neben Emil Forsberg. Im Sturm brachte Hasen­hüttl neben Werner Augustin für den Dänen Yussuf Poulsen. Dem Spiel­fluss taten die Wechsel keinen Abbruch. RB dominierte vor 42 558 Zuschauern in der ausver­kauften Red Bull Arena, kombi­nierte im Höchst­tempo und ließ den stark ersatz­ge­schwächten Gästen kaum Räume. So war es nur eine Frage der Zeit bis zur Führung. Nachdem Kampl Bernardo links klug in Szene setzte, drückte Werner den flachen Pass klug ins rechte untere Eck. Damit hat der Toptor­jäger in allen drei Spielen gegen Gladbach getroffen. Die Gäste hatten Glück, als in der 24. Minute Bernardo ungeschickt mit beiden Händen von hinten Jonas Hofmann am linken Straf­rau­meck zu Fall brachte. Schieds­richter Marco Fritz entschied sofort auf Elfmeter, den Hazard mitten ins RB-Gehäuse zum Ausgleich einschoss. Leipzig zeigte sich unbeein­druckt. Einen Steil­pass von Keita nahm Augustin in der Drehung gekonnt mit und schob ihn unhaltbar für Torhüter Yann Sommer zum 2:1 ein. Nach dem Wechsel nahm Leipzig etwas Tempo raus. Gladbach wurde stärker. Der Lohn: Stindl schlenzte den Ball aus 16 Metern zum 2:2. Am Ende hatten die Leipziger Glück, dass die Gäste ihre Überzahl nicht mehr ausnutzten. (dpa)