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RB Leipzig unterliegt im Freiburger Schneetreiben

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Zweit­liga-Spitzen­reiter RB Leipzig ist auf dem Weg in die Fußball-Bundes­liga ausge­rutscht. Bei starkem Schnee­fall verloren die Sachsen das Spitzen­spiel am Montag­abend beim SC Freiburg mit 1:2 (0:1). Auf dem extrem schwer zu bespie­lenden Rasen im Schwarz­wald­sta­dion nutzten Vincenzo Grifo (10. Minute) und Florian Nieder­lechner (68.) zwei der wenigen Torchancen für die entschei­denden Treffer. Kapitän Dominik Kaiser (56.) erzielte nur den zwischen­zeit­li­chen Ausgleich für die Gäste, deren Vorsprung vor den Breis­gauern sich auf drei Punkte verrin­gerte.„Auf so einem Platz ist es wichtig, in Führung zu gehen“, sagte Freiburgs Trainer Chris­tian Streich im TV-Sender Sky und betonte: „Es ging nicht so sehr um einen Gradmesser, sondern mehr um drei Punkte.“ Leipzig hat trotz der Nieder­lage noch sechs Punkte Abstand auf den Relega­ti­ons­rang. „Die Mannschaft hat das Beste draus gemacht“, sagte Leipzigs Torschütze Kaiser. Für Freiburgs Sport­vor­stand Jochen Saier war die umkämpfte Partie „natür­lich kein richtiges Fußball­spiel“. Die 23 500 Zuschauer sahen zwei technisch eigent­lich starke Aufstiegs­fa­vo­riten, die auf dem glitschigen Unter­grund große Probleme hatten. Beiden Teams unter­liefen schon zu Beginn viele leichte Fehler. Den ersten größeren nutzten die Freiburger gleich eiskalt aus. Nach einem langen Abschlag von SC-Torwart Alexander Schwolow konnte Leipzigs Vertei­diger Marvin Compper den Ball nicht kontrol­lieren und ließ ihn an Florian Nieder­lechner durch­rut­schen. Über Maik Frantz gelangte der Ball zum starken Grifo, der ins lange Eck zur Führung einschob.Auch in der Folge bliebt der Schnee­fall dicht. Nach rund einer halben Stunde unter­brach Schieds­richter Manuel Gräfe die Partie sogar kurzzeitig, damit die Linien freige­schau­felt werden konnten. Gefähr­lich wurden die Leipziger in der Folge meist nur, wenn ein langer Pass den schnellen Stürmer Yussuf Poulsen fand. Eine erste echte Torchance erarbei­tete sich das Team von Trainer Ralf Rangnick aber erst nach dem Seiten­wechsel - und nutzte diese gleich aus. Poulsen hatte im SC-Straf­raum zu viel Platz und legte den Ball auf Kaiser zurück, der aus kurzer Distanz den Ausgleich schoss.Doch nur rund zehn Minuten später bewies Freiburgs Trainer Chris­tian Streich mit der Einwech­se­lung von Torjäger Nils Petersen ein glück­li­ches Händchen. Mit seiner ersten Aktion passte er den Ball auf Winter-Neuzu­gang Nieder­lechner, der sein viertes Tor im SC-Trikot erzielte und für großen Jubel auf den Rängen sorgte.(dpa)