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RB Leipzig verpasst Heimsieg gegen Ingolstadt

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RB Leipzig ist im vorletzten Bundes­liga-Heimspiel der Saison gegen den FC Ingol­stadt nicht über ein 0:0 hinaus­ge­kommen. RB verpasste vor 41.053 Zuschauern den 20. Saison­sieg. Somit hätten die Sachsen den Uralt­re­kord der Münchner aus der Saison 1965/66 geknackt und vorzeitig die direkte Quali­fi­ka­tion für die Königs­klasse gebucht.Die erste Bundes­liga-Nieder­lage von RB im Dezember in Ingol­stadt nach zuvor 13 ungeschla­genen Spielen hatte Spuren hinter­lassen. Daher warnte Trainer Ralph Hasen­hüttl vor seinem Ex-Team. Immerhin war Leipzig nur gegen Bayern und Ingol­stadt bislang tor- und punktlos. Zudem musste Hasen­hüttl kurzfristig seine komplette Abwehr umstellen.Willi Orban (Fußge­lenk) und Marvin Compper (Schlag abbekommen) mussten passen. Dafür rückte Stefan Ilsanker in die Innen­ver­tei­di­gung neben Dayot Upame­cano und Rechts­außen Bernardo. Marcel Halsten­berg spielte wie gewohnt auf der linken Defen­siv­seite.Ingol­stadt versuchte es anfangs mit Leipziger Mitteln: Hohes Pressing und frühes Stören. Doch RB spielte abgeklärt mit viel Ballbe­sitz und setzte seine schnellen Angreifer Timo Werner und Yussuf Poulsen geschickt in Szene. Als Werner (6.) bis zur Grund­linie dribbelte, fand er im Zentrum keinen Abnehmer. Kurz danach schei­terte sein dänischer Sturm­partner am gut reagie­renden FC-Keeper Martin Hansen.Wie im Hinspiel nutzte RB seine Chancen nicht. So verpasste Werner (34.) nach einer Bernardo-Flanke das Tor nur knapp. Die Gäste blieben in der ersten Hälfte ohne Torchance, konnten auch über die wenigen Standard­si­tua­tionen keine Gefahr ausstrahlen.Nach zuletzt zwei Nieder­lagen kam von den Oberbayern, die in bislang drei Spielen in 1. und 2. Liga drei Siege gegen RB schafften, offensiv einfach zu wenig. Aller­dings kamen sie mit Schwung aus der Kabine. Die erste klare Torchance im Spiel, ein Gewalt­schuss von Sonny Kittel (46.) von der Straf­raum­grenze, ging jedoch weit über das RB-Gehäuse. Auf der Gegen­seite schei­terte praktisch im Gegenzug der frei durch­lau­fende Poulsen nur um Zenti­meter.Das Spiel wurde von vielen Fouls und Nicklig­keiten begleitet, auch weil Schieds­richter Daniel Siebert die erhitzten Gemüter nicht in den Griff bekam. Daran änderte auch ein Halbzeit­ge­spräch zwischen dem Unpar­tei­ischen und RB-Coach Hasen­hüttl nichts.In der 66. Minute wurde Natio­nal­stürmer Werner mit schmerz­ver­zerrtem Gesicht vom Platz getragen, nachdem Markus Suttner seinen Fuß drüber gehalten hatte. Für Werner brachte Hasen­hüttl Davie Selke, der in der 73. Minute eine Bernardo-Flanke knapp neben das Tor setzte. Leipzig rannte unent­wegt im Minuten­takt auf das Tor der Schanzer an - es fehlte nur an der nötigen Präzi­sion.(dpa)