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RB Leipzig wieder Spitzenreiter

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RB Leipzig hat mit einem Sieg im Ostduell vorerst wieder die Tabel­len­füh­rung in der Fußball-Bundes­liga übernommen und Titel­ver­tei­diger FC Bayern München gehörig unter Druck gesetzt. Der Aufsteiger setzte sich am Samstag im letzten Heimspiel des Jahres auch vor den Augen von Red-Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz mit 2:0 (1:0) gegen Hertha BSC durch. Die Treffer erzielten Timo Werner in der 41. Minute und Kapitän Willi Orban (62.).Die Leipziger Mannschaft zeigte sich vor 42 558 Zuschauern in der ausver­kauften Red-Bull-Arena von der ersten Saison­nie­der­lage eine Woche zuvor gut erholt und feierte den fünften Heimsieg in Serie. Mit 36 Punkten zog das Team von Trainer Ralph Hasen­hüttl in der Tabelle zunächst an den Bayern vorbei, die an diesem Sonntag beim SV Darmstadt nachlegen wollen. Am kommenden Mittwoch tritt Leipzig zum Spitzen­spiel in München an. Die enttäu­schenden Berliner kassierten indes zum ersten Mal in dieser Spiel­zeit zwei Nieder­lagen nachein­ander und verharren bei 27 Zählern.Herthas Plan, den Leipzi­gern nach deren 0:1 gegen Ingol­stadt die erste Heimnie­der­lage in der Bundes­liga beibringen zu wollen, ging überhaupt nicht auf. Die Berliner überließen den Hausherren zumeist den Ball und setzten ihrer­seits auf Konter. Viele waren das jedoch nicht: Nach drei Minuten stoppte RB-Abwehr­spieler Bernardo bei seinem ersten Einsatz nach fünf Spielen Verlet­zungs­pause Herthas Angriffs­spitze Vedad Ibisevic mit einem sauberen Tackling.Es blieb für ganz lange Zeit die einzige gefähr­liche Szene der Haupt­städter, bei denen nach zehn Minuten der gerade erst wieder genesenen Mitchell Weiser mit einer neuen Blessur vom Platz musste. Ein weitere perso­nelle Schwä­chung, nachdem Trainer Pal Dardai bereits seine etatmä­ßige Innen­ver­tei­di­gung nicht zur Verfü­gung hatte.Nutzen konnten die Leipziger das zunächst aller­dings noch nicht. Alle Versuche, ob von Marcel Halsten­berg (7.), Marcel Sabitzer (20.), Naby Keita (25.) oder Emil Forsberg (26.) blieben ohne Torer­folg. Nachdem die Berliner diese Druck­phase glimpf­lich überstanden hatten, gab es zwar ein paar Nicke­lig­keiten, aber erstmal keine Straf­raum­szenen.Erst als Diego Demme, dessen Vertrags­ver­län­ge­rung bis 2021 vor der Partie bekannt­ge­geben worden war, aus dem Mittel­feld den Ball auf Keita und dieser in den gegne­ri­schen Straf­raum auf Werner passte, war es wieder soweit. Und diesmal konnte kein Herthaner entschei­dend eingreifen, zu wuchtig setzte sich Werner durch und schoss ein.Ausge­rechnet Werner: Der 20-Jährige hatte für seine Schwalbe gegen Schalke viel Kritik und Pfiffe geerntet und bei der Nieder­lage vor einer Woche in Ingol­stadt nicht an seine gewohnten Leistungen anknüpfen können.Die völlig harmlose Hertha blieb der ursprüng­li­chen Taktik auch nach der Pause treu: Bloß keine schnellen Konter und Attacken riskieren. Statt­dessen zogen sich die Berliner wieder zurück. Dennoch kam RB schnell zu einer weiteren Chance: Der für den zuvor starken, aber angeschla­genen Keita ins Spiel gekommen Dominik Kaiser verpasste eine Forsberg-Vorlage knapp.Kurz danach rettete einmal mehr Hertha-Keeper Rune Jarstein bei einem Kopfball von Marcel Halsten­berg. Beim wuchtigen Kopfball von Orban konnte dann auch der Berliner Keeper nichts mehr ausrichten. Leipzigs Einstim­mung auf den kommenden Kracher in München war perfekt.(dpa)