Rekordernte für Sachsens Weinbauern
Sachsens Winzer haben 2016 so viel Wein geerntet wie seit Jahren nicht. Der Ertrag lag insgesamt bei 28 845 Hektolitern Weinmost und damit noch einmal gut 4000 Hektoliter über dem Vorjahr, wie der Vorsitzende des Weinbauverbandes Sachsen, Christoph Reiner, erklärte.Durchschnittlich fuhren die Winzer im vergangenen Jahr einen Ertrag von 59 Hektoliter pro Hektar ein - nur im Rekordjahr 2008 lag die Ausbeute mit 60 Hektolitern noch etwas darüber. Zum Vergleich: In den Jahren 2009/2010, als Sachsens Weinbauern mit heftigem Frost und Fäulnis zu kämpfen hatten, fuhren sie gerade einmal Erträge von 25 Hektoliter pro Hektar ein. Auch die Qualität des sächsischen Rebsaftes könne sich im neuen Jahrgang sehen lassen, so Reiner. Gut die Hälfte der Trauben konnte wegen ihres hohen Mostgewichtes zu qualitativ hochwertigen Prädikatsweinen ausgebaut werden. Das Mostgewicht gibt Auskunft über die Dichte des Mostes und damit über dessen Qualität. Es wird wesentlich durch den Zuckergehalt der Weintrauben bestimmt und in Grad Oechsle gemessen.Das Wetter im vergangenen Weinjahr war turbulent - von Starkregen bis hin zu jeder Menge Sonnenschein war fast alles zu erleben. Letztendlich sei das lange „goldene Intermezzo“ zur besten Lesezeit im Herbst ein Segen für Wein und Winzer gewesen, sagte Reiner. In den nächsten Wochen kommen die ersten Weine des Jahrgangs 2016 aus Sachsen in den Handel. (dpa)