Rettungskräfte versuchen Deichbruch an der Luppe zu verhindern
Anspannung an den Leipziger Deichen. Nachdem in der Nacht Erdreich vom Luppe-Deich am Auensee abgerutscht ist, versuchen hunderte Einsatzkräfte weiter die Gefahrenstelle mit Sandsäcken zu befestigen. Vorsichtshalber wurde auch die Sandsackausgabe für Anwohner in Böhlitz-Ehrenberg wieder geöffnet. Sollte der Luppe-Deich komplett nachgeben, könnten Teile von Altlindenau, Leutzsch und Böhlitz-Ehrenberg überflutet werden.Die Einsatzkräfte sind aber im Moment noch zuversichtlich, den Deichbruch verhindern zu können. Am Nahle-Deich wird unterdessen weiter abgeholzt, bis zum Abend soll ein sogenannter Deichverteidigungsweg fertig sein - damit Sandsäcke und auch schweres Gerät einfacher zu den Gefahrenstellen gebracht werden können.Am Mittag wurde außerdem das Nahle-Wehr komplett geöffnet, damit die Pegel sinken und somit der Druck von den Deichen genommen werden kann. Durch die weitere Flutung des Auwaldes und der Burgaue, wird das Wasser dort voraussichtlich um noch einmal um 10 bis 20 cm ansteigen. Davon sind vor allem erneut der Schlobachshof und die Domholzschänke betroffen.Die Stadt hat unterdessen ein Bürgertelefon eingerichtet. Über die Hotline 0341 9873908 können sich Leipziger über die zur aktuellen Hochwasser-Situation und insbesondere zu notwendigen Schutzmaßnahmen informieren. Das Bürgertelefon ist heute bis 20 Uhr, morgen von 8 bis 18 Uhr besetzt.