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Revisionsprozess im Wasserwerke-Skandal – Heininger beantragt Aussetzung wegen Krankheit

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Der gerade frisch aufge­rollte Prozess um den millio­nen­schweren Skandal bei den Leipziger Wasser­werken könnte bald schon wieder abgebro­chen werden. Der Anwalt des angeklagten Ex-KWL-Chefs Klaus Heininger hat am Dienstag vorm Landge­richt Dresden die Ausset­zung der Verhand­lung aus gesund­heit­li­chen Gründen beantragt. Heininger leide an einer Sehschwäche und könne dem Prozess deshalb nicht folgen, so die Begrün­dung. Das Landge­richt Dresden will nun bis zum kommenden Montag ein Gutachten von Heinin­gers Arzt einholen und dann entscheiden wie es weiter­geht. Dem 52-Jährigen wird Bestech­lich­keit, Untreue, Bilanz­fäl­schung und Steuer­hin­ter­zie­hung vorge­worfen. Er soll dem Rücken der Aufsichts­gre­mien bei diversen Banken riskante Finanz­wetten abgeschlossen haben, die mittler­weile geplatzt sind. Der Schaden beläuft sich auf rund 300 Millionen Euro.Heininger war im Januar 2011 vom Landge­richt Leipzig zu knapp fünf Jahren Haft verur­teilt worden. Die Staats­an­walt­schaft ging in Revision. Der Bundes­ge­richtshof kippte schlie­ß­lich das durch einen Deal zustande gekom­mene Urteil.