Ärger ums Riesengerüst
Das riesige Baugerüst am Paulinum, es soll noch länger stehen bleiben als bisher geplant. Darüber hat die Leipziger Uni jetzt informiert. Außerdem wurde nun am Haupteingang der Universität sogar noch ein weiteres aufgebaut. Oben drüber seien neue Schäden am Naturstein entdeckt worden, heißt es dazu vom Staatsbetrieb Schsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB).
Es wächst und wächst ...
Das erste Gerüst war vor etwa eineinhalb Jahren aufgestellt worden - im September 2023. Seitdem ist es immer weiter gewachsen. Weil immer neue Baustellen aufploppten: zum Beispiel durch Schäden am Giebel oder Wasserschäden. Schon vor Weihnachten 2024 sollte eigentlich alles fertig sein. Inzwischen rechnen Bauexperten nicht vor Sommer mit einem Abschluss der Arbeiten - im Juni oder Juli. Erst danach könne das riesige Gerüst abgebaut werden.
Pfusch am Bau?
Wie die Leipziger Volkszeitung zuletzt berichtete, würden die Reparaturarbeiten auf eine „Schlamperei vor mehr 10 Jahren beim Bau des Paulinums“ zurückgehen. Damals sei bei der Befestigung von Steinplatten an mehreren Stellen falsch bzw. daneben gebohrt worden. Anschließend wurden die Löcher offenbar nicht richtig abgedichtet und Wasser drang ein.
Ständig neue Verzögerungen der Reparaturarbeiten
Die Bauarbeiten wurden bereits mehrfach unterbrochen. In der Zeit des Leipziger Weihnachtsmarktes oder im Sommer 2024 zur EM-Fanzone auf dem Augustusplatz sei etwa kaum etwas auf der Baustelle passiert, heißt es. Auch die Kosten seien mittlerweile gestiegen - von 200.000 auf 300.000 Euro. Die Hälfte davon wird allein für das Riesengerüst fällig. Die Gesamtrechnung dürfte vermutlich noch mal deutlich höher ausfallen ...