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Rittergut von Rechtsextremist Hoffmann erneut vor Versteigerung

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Das Rittergut des Rechts­ex­tre­misten Karl-Heinz Hoffmann in Kohren-Sahlis kommt aller Voraus­sicht nach erneut unter den Hammer. Nach der ersten Verstei­ge­rung im Januar habe der Bieter aus Nordrhein-Westfalen den Kaufpreis von 160.000 Euro bisher nicht gezahlt, sagte Jana Erler, Geschäfts­füh­rerin des Abwas­ser­zweck­ver­bands Whyratal. Das Unter­nehmen hatte die Verstei­ge­rung des 60-Hektar-Anwesens beantragt, weil Hoffmann ausste­hende Rechnungen über mindes­tens 170 000 Euro nicht zahlte. Laut Erler müssen sich nun die Gremien des Zweck­ver­bandes bei ihrer nächsten Sitzung voraus­sicht­lich Ende Juli/Anfang August mit der Sache befassen. Es sei sehr wahrschein­lich, dass eine erneute Verstei­ge­rung beim Amtsge­richt Leipzig beantragt werde.Der mehrfach vorbe­strafte Rechts­ex­tre­mist hatte das Rittergut Sahlis 2004 erworben. Für Schlag­zeilen sorgte, dass er für die Sanie­rung staat­liche Förder­mittel erhielt. Das Innen­mi­nis­te­rium erklärte damals in einer Antwort auf eine parla­men­ta­ri­sche Anfrage der Linken, zwischen 2005 und 2010 seien rund 130 000 Euro geflossen. Hoffmann gehört seit den 1960ern zu den bekann­testen Köpfen der Neonazi-Szene und saß mehrere Jahre in Haft. 1980 wurde die von ihm gegrün­dete Wehrsport­gruppe Hoffmann verboten.