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Rote Bullen straucheln gegen Bielefeld

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Bei RB Leipzig beginnt im Aufstiegs­rennen der 2. Fußball-Bundes­liga das große Zittern. Mit dem 1:1 (1:0) am Freitag­abend gegen Arminia Biele­feld haben die Sachsen auch im dritten Spiel hinter­ein­ander nicht gewonnen. Damit verpasste es die Mannschaft von Ralf Rangnick, den Vorsprung auf den Relega­ti­ons­rang auf sieben Punkte zu vergrö­ßern. So kann Verfolger 1. FC Nürnberg mit einem Sieg am Samstag in Braun­schweig bis auf zwei Zähler heran­kommen.Vor 35 102 Zuschauern in der Red-Bull-Arena brachte Marcel Sabitzer (30.) die Leipziger nach einem kapitalen Abwehr­schnitzer von Felix Burmeister in Führung, ehe Brian Behrendt (60.) der verdiente Ausgleich gelang. „Das Gegentor haben wir zu einfach bekommen. Und nach der Führung hätten wir das 2:0 machen müssen“, analy­sierte Marcel Halsten­berg, gab sich im selben Atemzug aber kämpfe­risch: „Jetzt müssen wir einfach die letzten zwei Spiele gewinnen.“ Vor dem Anpfiff schnappte sich Rangnick das Mikrofon und hielt eine emotio­nale Rede im Stadi­on­rund: „Vor vier Jahren stand ich hier an diesem Punkt und sagte: das ist eines der schönsten Stadien in Deutsch­land, eine wunder­volle Arena, hoffent­lich wird sie irgend­wann mal zu klein. Als ich heute früh aufge­wacht bin, war es schon ein schöner Sonnentag. Da hatte ich gespürt, dass es heute ein beson­derer Tag werden kann, ihr Teil davon werdet, was heute auf dem Platz passiert. Ich habe meinen Jungs gesagt, wir spielen mehr als nur für drei Punkte. Wir sind heute alle Leipzig.“ Am Ende brachte seine Ansprache nicht den erhofften Erfolg.Rangnick brachte für den gelbge­sperrten Innen­ver­tei­diger Willi Orban den Türken Atinc Nukan und für den ebenfalls mit Gelb-Rot ausfal­lenden Stefan Ilsanker den wieder­ge­ne­senen Rani Khedira. Damit setzte der Cheftrainer auf die defen­si­vere Variante. Der zuletzt in seiner pfälzi­schen Heimat wüst beschimpfte Orban wurde von den RB-Fans mit Trans­pa­renten und Sprech­chören frene­tisch gefeiert. „Das habe ich so noch nicht erlebt. Danke­schön. Ich fühle mich sehr wohl hier“, meinte Orban und analy­sierte zur Halbzeit seine Kollegen: „Die Körper­sprache war sehr gut, das Tor zur Führung verdient.“ Leipzig übernahm sofort die Regie, spielte druck­voll nach vorne, doch die Arminen standen im Straf­raum eng im Zweikampf. Erst einen kapitalen Schnitzer von Burmeister vor dem eigenen Sechzehner nutzte Sabitzer, der clever den Ball eroberte und Keeper Wolfgang Hesl umkurvte, zur Führung. Unmit­telbar danach hätte Yussuf Poulsen erhöhen müssen: Nach einer Sabitzer-Flanke haute er den Ball aber freiste­hend aus sechs Metern über den Kasten. Nach dem Wechsel verpassten es die Leipziger, ein Tor nachzu­legen. Statt­dessen ließen sie sich zurück­fallen und warteten förmlich auf den Ausgleich. Diesen erzielte für die stark kämpfenden Gäste Behrendt nach genau einer Stunde. Nach einer Ecke behin­derten sich RB-Keeper Peter Gulacsi und Nukan, den misslun­genen Befrei­ungs­schlag von Halsten­berg wuchtete Behrendt aus über 20 Metern mit einem Volley­schuss ins Tor. Danach brachte Rangnick mit Davie Selke und Nils Quaschner zusätz­liche Offen­siv­kräfte. Doch Quaschner traf in der Nachspiel­zeit nur die Latte. „Manchmal hat Fußball auch ein bisschen was mit Glück zu tun. Wir haben defensiv kaum was zugelassen. Wenn wir gegen Biele­feld so spielen wie heute, gewinnen wir norma­ler­weise neun von zehn Spielen“, meinte Poulsen.(dpa)