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  • Am Knappensee ist heute eine rund 500 Meter breite Uferböschung abgerutscht.

Erdrutsch löst Schwallwelle auf Knappensee aus

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Am Knappensee ist heute eine rund 500 Meter breite Uferböschung abgerutscht. Die Wassermassen drangen bis zu 200 Meter in das Hinterland. Ein Wald auf der Kippenfläche sei mit in den See gerutscht, teilte das Oberbergamt mit. Durch eine rund 1,50 Meter hohe  Schwallwelle wurden auf der gegenüberliegenden Seite des Knappensees zwei Bungalows und die Gebäude des Segelvereins und des DRK schwer beschädigt.

Zum Glück wurde niemand verletzt. „Wir sind sehr froh, dass niemand zu Schaden kam und dass unsere Meldekette so reibungslos funktioniert hat“, sagte Oberberghauptmann  Bernhard Cramer. 

Die Rutschung ereignete sich an der Ostböschung zwischen Koblenz und der Siedlung Knappenhütte – innerhalb des Sperrbereichs. Es bildete sich ein Kessel. Gutachter der LMBV haben damit begonnen, die Schäden aufzunehmen. Wie es zu der Rutschung an dem ehemaligen Tagebau kommen konnte, untersucht ein Spezialist für Geotechnik. In den nächsten Wochen soll das Gebiet auch überflogen und Aufnahmen gemacht werden.  Schon in den vergangenen Jahren kam es mehrmals zu Erdrutschen.

Der Knappensee wird derzeit saniert und gesichert. Vor acht Jahren wurde damit begonnen. Wann die Arbeiten fortgesetzt werden können, ist derzeit nicht absehbar.  Der abgerutschte Bereich war noch nicht gesichert. Im Sommer 2022 sollte der See wieder zum Baden und Bootsfahren freigegeben werden.