- Umspannwerk Graustein an der Landesgrenze zu Brandenburg
Innenminister Schuster: vier Sprengvorrichtungen an Umspannwerken in Ostsachsen
Nach den Sabotageversuchen an der Stromversorgung in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen sind auch in Sachsen unbekannte Sprengvorrichtungen entdeckt worden. Die Polizei war am Freitag bei Schleife im Kreis Görlitz und bei Lippen nördlich von Bautzen im Großeinsatz. Laut Innenminister Armin Schuster wurden vier Sprengvorrichtungen an zwei Umspannwerken gefunden. Die Objekte wurden entschärft. Hinweise darauf sollen sich aus einem Bekennerschreiben ergeben haben. Die sächsischen Sicherheitsbehörden stehen mit allen weiteren betroffenen Ländern wie Brandenburg und Nordrhein-Westfalen in enger Abstimmung, so Schuster.
Es wird nicht ausgeschlossen, dass die Sabotageakte in Sachsen und in Brandenburg auf das Konto eines Einzeltäters gehen. „Diese Frage ist aber noch nicht abschließend geklärt“, so Bundesinnenminister Alexander Dobrindt. Am Freitag stürmte die Polizei die Wohnung und den im Hambacher Forst in Nordrhein-Westphalen abgestellten Lkw eines 48-jährigen Mannes. Er wurde nicht angetroffen.
Nach ihm wird europaweit gefahndet. Er soll vermutlich das Bekennerschreiben verfasst haben. Der noch nicht sicher identifizierte Verfasser gibt sich als militanter Kohlegegner zu erkennen. Er soll auch seine Anschlagsziele in der Lausitz genannt haben.




