Sachsen bei Grenzkontrollen zurückhaltend

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Kontrollen an der Grenze zu Polen sind aus Sicht des sächsischen Innenministeriums noch nicht erforderlich - trotz stark steigender Flüchtlingszahlen. Staatssekretär Thomas Rechentin sagte am Dienstag in Dresden, das sei eine Frage für den Bund und nicht zuletzt für die EU. Er erinnerte an die Folgen von Grenzkontrollen in der Corona- Pandemie. Sie hätten zu erheblichen Rückstaus auf beiden Seiten geführt. Am Montag hatte die CDU-Fraktion Kontrollen verlangt. Das CDU-geführte Innenministerium folgt nun dieser Forderung nicht.

Seit Wochen reisen immer mehr Menschen ohne Visum über Weißrussland nach Polen und von da weiter nach Deutschland ein. Die Regierungen mehrerer Länder beschuldigen den weißrussischen Machthaber Alexander Lukaschenko, in organisierter Form Migranten und Flüchtlinge aus Krisenregionen an die EU-Außengrenze zu bringen.