Sachsen fehlen noch immer Lehrer

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In gut vier Wochen fängt in Sachsen das neue Schuljahr an. Aber der Freistaat hat noch nicht alle rund 1.100 Lehrerstellen besetzt. Ein Sprecher des Kultusministeriums hat mitgeteilt, man werde wohl die 1.000er-Grenze knacken - so wie vergangenes Jahr.

Es sei aber nach wie vor schwierig, junge Lehrer für Schulen auf dem Land zu begeistern. Die meisten würden in den Ballungszentren arbeiten wollen - vor allem in  Leipzig. Genaue Zahlen zu Bewerbungen nannte das Ministerium nicht. Zwar liefen die Einstellungen neuer Lehrkräfte auf Hochtouren, aber mit fortschreitender Ferienzeit werde die Besetzung schwieriger, hieß es.

Im Mai hat Sachsen zudem 132 Seiteneinsteiger eingestellt, die mit einer dreimonatigen Qualifizierung auf ihre Aufgaben im neuen Schuljahr vorbereitet werden. Zudem sind für das neue Schuljahr knapp 260 Stellen für Schulassistenten für alle Schularten ausgeschrieben - auch hier laufen derzeit noch die Bewerbungen.

Die Neueinstellungen werden durch das Bund-Länder-Programm «Aufholen nach Corona» möglich. Die Schulassistenten sollen den Lehrern helfen, indem sie einzelne Schülerinnen und Schüler oder Schülergruppen bei Vertiefungs- und Förderangeboten außerhalb des Unterrichts oder in Ergänzung zur Stundentafel unterstützen und begleiten. Am 6. September beginnt in Sachsen wieder die Schule.