Sachsen von Sturm Herwart stark getroffen
Der Sturm Herwart hat wirklich ganz Sachsen erwischt, Polizei und Feuerwehren waren den ganzen Tag im Einsatz. Bei der Bahn standen die Züge über mehrere Stunden komplett still. In Aue hat der Sturm so stark geweht, dass er einen Hausgiebel eingedrückt hat und das Haus wegen Einsturzgefahr evakuiert werden musste. In Taucha bei Leipzig ist das Dach eines Zollgebäudes komplett abgedeckt worden. Viele Dächer wiesen nach dem Sturm Schäden auf. In Görlitz wurde ein Küchenstudio komplett abgedeckt. Viele Veranstaltungen mussten aber abgesagt werden, z.B. das Fisch- und Waldfest Moritzburg, der Freizeitpark Plohn und auch viele Zoos blieben geschlossen. Allein in der Dresdner Feuerwehrleitselle sind über 1.000 Tausend Anrufe aus dem Raum Dresden, sächsische Schweiz Ost Erzgebirge und dem Landkreis Meißen eingegangen. Im Erzgebirgskreis gingen mehr als 300 Notrufe ein. Größtes Problem: heruntergefallene Äste und umgestürzte Bäume, die etwa in Zwickau den Straßenbahnverkehr teilweise lahmgelegt haben. Im Landkreis Mittelsachsen wurde ein Feuerwehrmann bei einem Einsatz schwer verletzt. Bei Sägearbeiten fiel ein Ast auf den Feuerwehrmann, er musste ins Krankenhaus gebracht werden. In Großhartau bei Bischofswerda etwa ist eine ganze Scheune eingestürzt. In Görlitz wurde das Dach eines Küchenstudios komplett abgedeckt. Viele Sachsen hatten vor allem in den Vormittagsstunden keinen Strom, in Teilen der Gemeinde Thiendorf zum Beispiel dauerte der Ausfall über 5 einhalb Stunden. Auch die Handynetze hat es vielerorts lahmgelegt.