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Sachsen weiter Spitzenreiter beim bundesweiten Bildungsmonitor

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Das Dutzend ist voll: Trotz akuten Lehrer­man­gels belegt Sachsen im bundes­weiten Bildungs­mo­nitor weiter den Spitzen­platz - zum zwölften Mal in Folge. In der am Donnerstag von der Initia­tive Neue Soziale Markt­wirt­schaft in Berlin vorge­legten Vergleichs­studie des Insti­tuts der deutschen Wirtschaft Köln kommt der Freistaat auf 70,4 Punkte vor Thüringen (63,8) und Bayern (61,4). Die Unter­su­chung der wirtschafts­nahen Initia­tive bewertet anhand 93 Indika­toren, inwie­weit ein Bundes­land Bildungs­armut reduziert, zur Fachkräf­te­si­che­rung beiträgt und Wachstum fördert.„Die Studie belegt, dass Sachsen nicht nur über eines der leistungs­fä­higsten, sondern auch sozial gerech­testen Schul­sys­teme in Deutsch­land verfügt“, hob Kultus­mi­nis­terin Brunhild Kurth (CDU) hervor. In Zeiten eines tiefgrei­fenden Genera­ti­ons­wech­sels in den Lehrer­zim­mern sei dieser Erfolg nicht selbst­ver­ständ­lich und nicht zuletzt auch der sehr guten Arbeit der Lehre­rinnen und Lehrern zu verdanken. Sachsen schneidet in den meisten der zwölf unter­suchten Handlungs­felder sehr gut ab. Beson­dere Stärken werden dem Freistaat bei der Förder­infra­struktur (Platz 1), der Schul­qua­lität (Platz 1) und der Vermei­dung von Bildungs­armut (Platz 1) attes­tiert. So erreichten die sächsi­schen Schüler beim Lesen 2015 die besten Ergeb­nisse. Auch bei den Vergleichs­test in Mathe­matik und Natur­wis­sen­schaften lagen sie vorn. Defizite gibt es bei der vergleichbar hohen Zahl von Schülern ohne Haupt­schul­ab­schluss. 2015 lag die Zahl der Schul­ab­bre­cher mit 8,2 Prozent in Sachsen höher als im Bundes­durch­schnitt (5,6 Prozent). Auch die Abbre­cher­quote unter Schülern mit auslän­di­schen Wurzeln war im Freistaat mit 14,8 Prozent höher als im bundes­weiten Schnitt (11,8 Prozent). Kriti­siert wird auch die unaus­ge­wo­gene Alters­struktur der Lehrer gesehen. Nur in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Mecklen­burg-Vorpom­mern ist sie noch proble­ma­ti­scher.(dpa)