Sachsen will ÖPNV-Angebot beibehalten
Sachsen will trotz sinkender Bevölkerung vor allem im ländlichen Raum Abstriche beim Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) möglichst vermeiden. „Unser Ziel ist es, den Bürgern und Gästen unseres Landes weiterhin ein ÖPNV-Angebot mindestens auf dem heutigen Niveau anbieten zu können“, erklärte Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) am Mittwoch in Radebeul bei der Vorstellung eines Gutachtens zum Nahverkehr. Bei den zuletzt in einigen Medien geführten Diskussionen um Streckenstilllegungen handle es sich „weitgehend um Spekulationen ohne konkreten Anlass“. Nach Darstellung von Dulig hat Sachsen als erstes Bundesland eine komplexe Bestandsaufnahme des gesamten ÖPNV vorgenommen. Die von einem Gutachterkonsortium erstellte Datenerhebung soll der im Vorjahr installierten ÖPNV-Strategiekommission als Entscheidungsgrundlage dienen. Die Kommission will sich bis 2019 mit allen anstehenden Problemen befassen. 2014 lag das Finanzierungsvolumen des ÖPNV in Sachsen bei knapp 1,2 Milliarden Euro. Dulig sprach von einem wichtigen Wirtschaftszweig. (dpa)