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Arbeitgeberpräsident für Aussetzung der Impfpflicht

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Der sächsische Arbeitgeberpräsident Jörg Brückner lehnt die Impfpflicht im Gesundheitsbereich zum derzeitigen Zeitpunkt ab. „Ich habe die Diskussion im Gesundheitswesen aufmerksam verfolgt und schließe mich der Forderung der sächsischen Landräte an, die einrichtungsbezogene Impfpflicht auszusetzen“, erklärte er am Donnerstag in Dresden. Es werde immer offensichtlicher, dass der aktuelle Verlauf der Pandemie Maßnahmen mit Augenmaß verlange. Dazu gehöre eine hohe Eigenverantwortlichkeit aller. Das werde besonders in den Bereichen der Pflege und des Gesundheitswesens deutlich. Impfen verhindere schwere Verläufe, nicht aber die Infektion.

„Es ist meine Aufgabe darauf hinzuweisen, dass alle Bereiche der Gesellschaft am Laufen bleiben müssen. Das ist im Gesundheitswesen so und in der Produktion der von der gesamten Gesellschaft gebrauchten Güter und Dienstleistungen ebenso“, betonte der Chef der Vereinigung der sächsischen Wirtschaft. Kontaktreduzierung und Testen seien die geeignetsten Mittel. Krankenschwestern, Pfleger und Ärzte hätten sich von Beginn der Pandemie an vorbildlich dem Schutz der Kranken und Pflegebedürftigen gewidmet - egal, ob geimpft oder ungeimpft. „Wir brauchen alle Mitarbeiter auch weiterhin.“ (dpa)