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Sächsischer Rechnungshof kritisiert gestiegene Ausgaben im Gewandhaus

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Der sächsi­sche Rechnungshof hat die Stadt Leipzig und das Gewand­haus scharf kriti­siert. Dabei geht es um die Höhe der Ausgaben: laut dem Prüfbe­richt 2012 sind in den letzten Jahren vor allem die Perso­nal­kosten der Kultur­ein­rich­tung drastisch gestiegen. Für die Prüfer war unter anderem nicht nachvoll­ziehbar, warum Gewand­haus­ka­pell­meister Ricardo Chailly seit mehreren Jahren einen Bonus von 1000 Euro pro Konzert erhält. Allein dadurch würden Mehrkosten von bis zu 60.000 Euro pro Jahr zusam­men­kommen. Außerdem soll Gewand­haus­di­rektor Andreas Schulz sehr viel mehr verdienen als der Oberbür­ger­meister oder ein sächsi­scher Staats­mi­nister. Und: Die Tourneen des Gewand­haus­or­ches­ters kosten nach Einschät­zung des Rechnungs­hofes jährlich mehrere hundert­tau­send Euro.