++ EIL ++

Sächsisches Kabinett tagte in Prag - fünf Jahre Verbindungsbüro

Zuletzt aktualisiert:

Seit fünf Jahren hat Sachsen eine eigene kleine „Botschaft“ in Tsche­chien. Landes­chef Stanislaw Tillich und elf seiner Minister und Staats­se­kre­täre feierten das am Dienstag mit einer gemein­samen Kabinetts­sit­zung im Verbin­dungs­büro des Freistaats in Prag - und dabei überraschten die Gastgeber den sächsi­schen Regie­rungs-Chef mit einem 40 Jahre alten Gäste­buch-Eintrag seiner damaligen Schul­klasse.„Es ist nicht die Absicht gewesen, der Deutschen Botschaft in Prag Konkur­renz zu machen“, betonte der CDU-Politiker. Vielmehr sei das Büro ein Anlauf­punkt und Dienst­leister für Bürger, Unter­nehmer und Touristen. „Uns verbindet eine Grenze, die uns nicht trennt“, sagte Tillich.„Dieses Büro ist eine sehr gute Werbung für Sachsen“, sagte der tsche­chi­sche Wissen­schafts­mi­nister Pavel Belob­radek. Es befindet sich in einem histo­ri­schen Gebäude: Im Wendi­schen Seminar wurde von 1728 bis 1922 der katho­li­sche Pries­ter­nach­wuchs der Oberlau­sitz ausge­bildet. Darin erinnert ein kleines Museum.Die Gastgeber überraschten Tillich mit einem Eintrag aus dem Gäste­buch vom 12. April 1977: Der damalige Schüler der sorbi­schen Oberschule aus Bautzen hatte sich mit seiner Klasse als Besucher einge­tragen.Es gehe darum, die Bezie­hungen von Kindes­beinen an aufzu­bauen, betonte Tillich in diesem Zusam­men­hang. Er hob hervor, dass es bereits 40 Kinder­gärten mit Sprach­pro­grammen und 90 Schul­part­ner­schaften gebe. Auch Univer­si­täten und Forschungs­in­sti­tute arbei­teten sehr gut zusammen. Tillich betonte: „Die Zusam­men­ar­beit ist sehr eng, sie ist aber auch ausbau­fähig.“ (DPA)