Säure-Anschlag auf Ministerwohnung: Staatsanwalt fordert Haftstrafe
Im Prozess um den Buttersäure-Anschlag auf die Wohnung von Sachsens Justizminister Sebastian Gemkow soll einer der Angeklagten zweieinhalb Jahre hinter Gitter. Das hat zumindest die Staatsanwaltschaft heute am Amtsgericht gefordert. Der Mann aus der rechten Szene habe sich der versuchten versuchter gefährlicher Köperverletzung und Sachbeschädigung schuldig gemacht. Ein deutliches Zeichen solle in diesem Fall gesetzt werden, sagte Staatsanwalt Ricardo Schulz. Der Angeklagte sei einer von mehreren Tätern, die in einer Novembernacht schwere Pflastersteine und Buttersäure auf Fenster von Gemkows Wohnung geschleudert haben. Dabei hätten die Täter aber eigentlich eine WG im selben Haus treffen wollen. Hintergrund könnten Streitigkeiten im Hooligan-Milieu gewesen sein. Für den anderen Beschuldigten wurde Freispruch beantragt.