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Schallende Ohrfeige für Politiker im Oberspreewald-Lausitz-Kreis

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Die Justiz hat der Kreis­ver­wal­tung Senften­berg eine schal­lende Ohrfeige verpasst. Mit Blick auf Kündi­gungen der Beschäf­tigten der Südbran­den­burger Nahver­kehrs­ge­sell­schaft spricht Arbeits­rich­terin Lore Seidel von einem Total­ver­sagen der Politik. Dabei geht es um die Vergabe der Busli­zenzen im Oberspree­wald-Lausitz­kreis an die Kraft­ver­kehrs­ge­sell­schaft Dreilän­dereck aus Zittau. 

Es könne nicht von einem fairen Verga­be­ver­fahren die Rede sein, wenn Beschäf­tigte mit einer jahrzehn­te­langen Betriebs­zu­ge­hö­rig­keit gekün­digt werden und bei der neuen Gesell­schaft von Null anfangen und mit Einbußen von bis zu 500 Euro beginnen müssen. Die Richterin wörtlich: „Das ist staat­lich geför­dertes Sozial­dum­ping“. Die Politiker ließen die Beschäf­tigten und ihre Familien im Regen stehen.

Das Arbeits­ge­richt in Senften­berg hat über mehr als zehn Kündi­gungen zu entscheiden. Wie es in diesen Fällen weiter­geht, will die Kammer am 4. Oktober verkünden.

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Reporter Knut-Michael Kunoth