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Schaudt-Mikrosa-Mitarbeiter demonstrieren gegen Werks-Schließung

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Die Mitarbeiter der Leipziger Schleifmaschinenfabrik Schaudt Mikrosa wollen am Mittwoch erneut gegen die drohende Schließung protestieren. Wie uns Steffen Reißig von der IG Metall gesagt hat, ist für 13 Uhr eine Kundgebung am Werkstor geplant.

Die Mitarbeiter haben zusammen mit der Gewerkschaft ein Konzept erarbeitet. Sie fordern den Eigentümer dazu auf, sich mit ihnen an einen Tisch zu setzen. Der lehnt das aber bisher ab.

Sollte der Eigentümer weiter an der Schließung festhalten, würden 160 Mitarbeiter ihre Jobs verlieren.

+++ UPDATE+++

Die Mitarbeiter des von der Schließung bedrohten Maschinenbauers Schaudt Mikrosa zeigen sich kämpferisch. Sie haben sich am Mittwochmittag vor den Werkstoren ihrer Fabrik zu einer Kundgebung versammelt. Wie der erste Beauftragte der IG Metall Bernd Kuppa sagte, werde man sich in den kommenden Wochen und Monaten auf einen Arbeitskampf vorbereiten. Es werde beispielsweise auch Aktionen beim Schweizer Eigentümer geben. 

Um die drohende Schließung des Traditionsunternehmens zu verhindern, macht sich die Belegschaft des Maschinenbauers sich zudem selbst auf die Suche nach neuen Investoren.

„Wir sind davon überzeugt, dass es Investoren gibt, die den Maschinenbau mit uns weiterentwickeln wollen“, sagt der Betriebsratsvorsitzende Frank Lorenz. In Abstimmung mit dem Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Leipzig wird der Betriebsrat in professionellen sozialen Netzwerken, wie LinkedIn, Xing und Mergermarket auf Investorensuche gehen. „Die Kunden sind da und erste Interessenten für unseren Betrieb gibt es bereits. Wir werden hier eine Zukunft haben“, so Lorenz.