Schießt Chemie Leipzig Stadtrivale Lok am Freitag zur Meisterschaft?
Mit komfortablen sieben Punkten Vorsprung auf den Halleschen FC geht Tabellenführer Lok Leipzig in die Endphase der Regionalliga Nordost. Schon am Freitagabend könnte Lok die Meisterschaft klar machen - vorausgesetzt die Mannschaft von Trainer Jochen Seitz gewinnt zu Hause gegen Greifswald und der direkte Verfolger Halle verliert.
Besonders brisant: Ausgerechnet Loks Stadtrivale Chemie Leipzig wird dabei eine entscheidende Rolle spielen – denn die Leutzscher sind zu Gast in Halle. Sollte Chemie punkten, könnte sie der Loksche den entscheidenden Schritt zur Meisterschaft ermöglichen.
Für Chemie-Trainer Adrian Alipour steht aber der eigene Klassenerhalt im Vordergrund: „Wir brauchen dringend die Punkte. Was auf anderen Plätzen passiert, ist nicht unser Thema.“ Beim letzten Aufeinandertreffen zwischen Chemie und Halle gab es immerhin ein Unentschieden – Grund zur Hoffnung für Lok, dass die Leutzscher erneut für eine Überraschung sorgen.
Aber auch Loks Coach Jochen Seitz hält nichts davon, auf Schützenhilfe zu hoffen: „Interessiert mich nicht, was in dem anderen Spiel passiert. Wir müssen unsere Hausaufgaben selbst erledigen.“ Mit einem Sieg beim letzten Spiel gegen Zehlendorf hätte sich Lok bereits am 30. Spieltag eine noch bessere Ausgangslage verschaffen können. Denn im für Halle günstigsten Szenario könnten nach den Freitagsspielen plötzlich nur noch vier Punkte zwischen beiden Teams liegen - bei noch drei offenen Spielen ...