Schüler wollen mehr Mitbestimmung
Die Schüler in Sachsen wünschen sich mehr Kurse in Demokratie und Podiums-Diskussionen zu aktuellen Themen. Das ist ein Ergebnis einer Diskussion Jugendlicher mit Regierungschef Stanislaw Tillich und weiteren Kabinetts-Mitgliedern. Die Mädchen und Jungen wollen außerdem mehr Unterstützung für ihre Schülervertreter. Das teilte das Kultusministerium heute mit. Ressortchefin Brunhild Kurth will in Sachsen wieder sogenannte "Peer Trainer" einführen. Das sind engagierte Jugendliche, die auf Anfrage in die Klassen gehen, um über Themen wie Zivilcourage, Extremismus oder Diskriminierung zu diskutieren. Im September soll es in Chemnitz einen Schülerkongress zum Thema "Demokratische Schule" geben. Unterdessen ergab eine nicht-repräsentative Untersuchung des Landesschülerrates, dass an Sachsens Schulen in der Vergangenheit weniger Unterricht ausgefallen ist. Demnach sind zwischen Ende November und Anfang Dezember vergangenen Jahres rund 5,7 Prozent der Stunden ersatzlos gestrichen worden. Bei der Untersuchung wurden die Unterrichtspläne an 85 Schulen unter die Lupe genommen.