Schülern in Wurzen drohen Konsequenzen nach Angriff auf Flüchtlingskinder
Nach dem Angriff auf Flüchtlingskinder in einer Schule in Wurzen drohen den jugendlichen Tätern ernste Konsequenzen. Die Palette reiche von einer Ermahnung bis zum Schulausschluss, sagte Roman Schulz, Sprecher der Bildungsagentur. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen Körperverletzung. Ob die Angreifer schon strafmündig sind, konnte er nicht sagen. Am Mittwoch waren zwei Mädchen aus Mazedonien von Mitschülern auf dem Schulhof zunächst mit Eicheln beworfen, dann bespukt und gegen eine Eingangstür geschubst worden. Eine Elfjährige erlitt eine Knochenabsplitterung am Arm, eine 14-Jährige eine Schulterquetschung. Schon in den Tagen davor soll es Hänseleien und Beleidigungen aus der Gruppe von Siebtklässlern gegen die Flüchtlinge gegeben haben. Bildungsagentur sucht Gespräch mit den ElternAnfang nächster Woche solle zunächst mit den Eltern der Angreifer geredet werden. Danach würden Maßnahmen ergriffen. Dass es bei einer Ermahnung bleibe, erscheine in dem Fall eher unwahrscheinlich, sagte Schulz. Zu den möglichen Motiven der Angreifer wollte sich der Behördensprecher nicht äußern. Informationen, wonach der Vater eines Schülers einer der Rädelsführer der Initiative "Wurzen gegen Asyl" sein soll, kommentierte Schulz nicht. Die betroffenen Mädchen sollen am Montag wieder in die Oberschule gehen. Die Schulsozialarbeiterin und die Lehrer würden die Kinder in Empfang nehmen. Ihnen gelte eine besondere Fürsorge, denn es könne nicht sein, dass sie Angst vor der Schule haben müssten.