++ EIL ++

Kind bei Busunfall im Erzgebirge getötet - mehrere Verletzte

Zuletzt aktualisiert:

Bei einem Busunfall am Dienstagmorgen in Cranzahl im Erzgebirge ist ein zehnjähriger Junge ums Leben gekommen, teilte die Polizei mit. Der 45 Jahre alte Fahrer des Linienbusses und eine 59-jährige Insassin wurden schwer verletzt. Ein zehnjähriges, leicht verletztes Mädchen kam zur Beobachtung ins Krankenhaus. Zehn weitere leicht verletzte Insassen im Alter von elf bis 39 Jahren konnten die Klinik wieder verlassen.

Der Bus war aus bisher ungeklärter Ursache seitlich mit einem Winterdienstfahrzeug zusammengestoßen und in der Folge frontal gegen einen Baum geprallt. Der Aufprall war so heftig, dass das Fahrzeug auf den vorderen zwei Metern komplett zerstört wurde. Nach erster Einschätzung der Polizei war es zum Unfallzeitpunkt auf der Straße glatt.

Die Kinder sind nach Auskunft des Kultusministeriums Schüler eines Gymnasiums. Nähere Details wollte das Ministerium aus Rücksicht auf die Schüler nicht nennen. Die unverletzt gebliebenen Schüler würden in einem Hort bereits psychologisch betreut. Das Landesamt für Schule und Bildung sei dabei, weiteren Hilfebedarf zu eruieren, hieß es.

Kultusminister Christian Piwarz (CDU) hat sich erschüttert gezeigt. Das sei eine schlimme Nachricht, die ihn schwer getroffen habe, sagte er am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. „Meine Gedanken sind bei den verletzten Kindern und ihren Eltern. Wir werden der betroffenen Schule und den Schülerinnen und Schülern jegliche Unterstützung bieten, die sie in dieser Situation benötigen.“

Der Bus war in Sehmatal seitlich mit einem Fahrzeug des Winterdienstes zusammengestoßen, wie ein Polizeisprecher sagte. Anschließend prallte der Bus frontal gegen einen Baum. Der Aufprall war derart heftig, dass das Fahrzeug auf den vorderen zwei Metern komplett zerstört wurde. Den Sachschaden bezifferte die Polizei auf rund 100.000 Euro.

Noch ist die Unfallursache nicht geklärt. Nach erster Einschätzung der Polizei war es zum Unfallzeitpunkt auf der Straße glatt. Der Unfalldienst ist vor Ort und ermittelt, wie ein Polizeisprecher sagte.

Am Dienstagmorgen hat Regen zu Glatteis auf zahlreichen Straßen in den Hochlagen in Sachsen geführt. „Die Niederschläge wurden am Morgen durch eine warme Luftschicht in etwa 1.500 Metern von Schnee in Regen umgewandelt“, erläuterte Florian Engelmann vom Deutschen Wetterdienst auf Anfrage. Fällt der Regen dann auf geräumte, freiliegende Straßen, die vor allem in den Hochlagen eine Temperatur unter null Grad haben, wird es extrem glatt.

Audio:

Uwe Heinrich, der Einsatzleiter von der Feuerwehr Sehmatal
Andrzej Rydzik, Pressesprecher der Chemnitzer Polizei