Schweinpest! Kreis Görlitz jetzt komplett betroffen

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Die Afrikanische Schweinepest breitet sich weiter aus. Nach zwei Funden bei Jagden im Raum Löbau-Zittau gilt nun der gesamte Landkreis Görlitz als gefährdetes Gebiet.Landrat Bernd Lange reagierte mit großer Sorge. Der Druck auf die Schweinezüchter wachse. So gibt es zunehmend Probleme beim Absatz. Hintergrund: Schweine aus den gefährdeten Regionen werden nur von einem zertifizierten Schlachthof in Schleswig-Holstein abgenommen. Angesichts der sich weiter ausbreitenden Afrikanischen Schweinepest in Sachsen und Brandenburg gibt es immer weniger freie Kapazitäten.

Das Virus ist für den Menschen ungefährlich, kann aber große Schäden in der Landwirtschaft anrichten.   Wildschweine übertragen den Erreger auf Hausschweine. In diesem Fall muss der gesamte Bestand gekeult werden. "Dann haben wir einen worst case", so der Landrat.  Er appellierte an die Schweinezüchter, Zäune und andere Sicherungen um die Ställe zu überprüfen und gegebenenfalls den Schutz zu verstärken. Lange zufolge muss auch die Wildschweinjagd verstärkt werden.

Im Kreis Görlitz gibt es 110 Höfe, in denen rund 32.000 Schweine gehalten werden. Davon sind 16.000 Mastschweine.

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Landrat Bernd Lange