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Schwere Vorwürfe von Leipziger OB gegen Innenminister

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Die brutale Verge­wal­ti­gung im Leipziger Rosental beschäf­tigt die Menschen im Freistaat weiter. Oberbür­ger­meister Burkhard Jung hat nach der Attacke am Donnerstag und den Warnhin­weisen der Polizei am Diens­tag­nach­mittag Stellung bezogen. Er machte vor allem der sächsi­schen Staats­re­gie­rung schwere Vorwürfe. Leipzig fühle sich von Dresden allein gelassen. Seit Jahren schon fordere er mehr Polizei, doch nichts passiert, so Jung. Leipzig habe 100.000 Einwohner mehr als noch vor zehn Jahren, aber viel weniger Polizisten. Außerdem lud Jung Innen­mi­nister Ulbig zu einem Krisen­ge­spräch nach Leipzig ein. Die Stadt hat jetzt kurzfristig reagiert und sich mit der Polizei zusam­men­ge­setzt. Gemeinsam wurden die Polizei- und Ordnungs­amt­streifen im Rosental verstärkt. Von 9 bis 21 Uhr sind dort Doppel­streifen unter­wegs. Ein Mann hatte am Donners­tag­morgen eine über 50 Jahre alte Joggerin in einem Park in der Nähe des Zoos überfallen, zusam­men­ge­schlagen und verge­wal­tigt. Die Frau kam ins Kranken­haus und musste notope­riert werden. Der Täter ist noch nicht gefasst. Die Polizei riet Frauen dazu, beim Joggen aufmerksam zu sein und besser zu zweit loszu­gehen. Bei den Bürge­rinnen und Bürgern dürfe aber nicht das Gefühl entstehen, der Staat ziehe sich zurück, sagte Jung. "Ich möchte, dass jede Frau in dieser Stadt joggen gehen kann, wo und wann sie will."