Siemens-Werk in Leipzig-Plagwitz soll verkauft werden
Das Siemens-Werk in Plagwitz soll doch nicht geschlossen werden. Stattdessen wird ein Käufer für das Turboverdichter-Werk gesucht. Die Gewerkschaft IG Metall ist nach dieser Nachricht vorsichtig optimistisch. Es gäbe noch keinen Grund zur Entwarnung, sagte Gewerkschaftssprecher Bernd Kruppa. Nur vom Erhalt des Standortes zu sprechen, lasse offen, wie viele Arbeitsplätze dabei herauskommen.
Ob es einen Stellenabbau gibt, könne derzeit noch nicht gesagt werden, sagte uns Siemens-Sprecherin Elke Fuchs. Es müsse nun abgewartet werden, was die Verhandlungen mit den Sozialpartnern und einem möglichen Investor ergeben.
Von der Stadt Leipzig heißt es, die Signale aus der Konzernzentrale in München würden in die richtige Richtung zeigen. Man würde den potentiellen Käufer bei der Entwicklung des Standortes unterstützen. Das Werk in Görlitz soll ebenfalls erhalten bleiben und sogar zur weltweiten Zentrale für das Industriedampfturbinengeschäft ausgebaut werden.
Im Turboverdichter-Werk in Plagwitz arbeiten 270 Beschäftigte. In den letzten Monaten hatten die Mitarbeiter mit Mahnwachen, Demos und anderen kreativen Aktionen für den Erhalt des Werkes gekämpft.