- Felix Straub zeigt stolz einige Geschenken der Gratulanten.
- Felix Straub lässt mit dem Moderator Florian Eib seinen Erfolg Revue passieren.
- Felix Straube mit den ersten Gratulanten. Tom Scheunemann, Moderator Florian Eib, Felix Straub, Bernd Merbitz, René Demmler und Heiko Rosenthal (v. l.).
Leipzig feiert seinen glücklichen Olympia-Silber-Helden
Leipzig hat einen neuen OlympiaheldenMit Silber bei den Olympischen Winterspielen in Cortina d’Ampezzo ist Bob-Anschieber Felix Straub in die Sportstadt Leipzig zurückgekehrt. Beim feierlichen Empfang in der Rooftop Bar des Restaurants „Felix“ am Augustusplatz wurde der 28-Jährige von Familie, Freunden, Wegbegleitern und Vertretern der Stadt geehrt – und nahm sich Zeit, sein Olympia-Abenteuer Revue passieren zu lassen.
Straub gewann die Silbermedaille im Viererbob an der Seite von Pilot Francesco Friedrich, dem dominierenden Fahrer der vergangenen Jahre. In der legendären Pista Olimpica Eugenio Monti musste sich das deutsche Team einzig dem Bob um Dauerrivale Johannes Lochner geschlagen geben – am Ende trennten ihn 0,57 Sekunden von Gold.
Zu den ersten Gratulanten zählten Sportbürgermeister Heiko Rosenthal, Polizeipräsident René Demmler als Straubs Arbeitgeber, Bernd Merbitz (SC DHfK Leipzig e. V.), Ortsvorsteher von Liebertwolkwitz Roland Geistert sowie Reporter Tom Scheunemann, der die Spiele in Italien vor Ort begleitete.
Rosenthal verfolgte Olympia im Urlaub – und fieberte mit: „Auch wenn Leipzig keine klassische Wintersport-Domäne ist, waren wir stolz. Felix war schon als Leichtathlet erfolgreich – als Bobsportler ist er noch besser.“ Mit Blick auf die langfristige Entwicklung betonte der Sportbürgermeister, wie wichtig bessere Trainingsvoraussetzungen seien: „Eine Anschubstrecke wie in Riesa oder Magdeburg würde dem Nachwuchs enorm helfen.“ Straub pflichtete bei.
Von der Tartanbahn in den EiskanalStraubs Weg ist außergewöhnlich. Der gebürtige Ansbacher kam 2017 zum SC DHfK Leipzig e. V., feierte Erfolge in der Leichtathletik – darunter Staffel-Gold bei den Deutschen Meisterschaften 2019 und WM-Gold 2021 über 4 × 200 Meter. Als die Leidenschaft für den Sprint nachließ, suchte er eine neue Herausforderung. Sein früherer Trainer gab den Impuls, der Wechsel gelang mit Vertrauensvorschuss direkt ins Top-Team – und mit dem klaren Ziel Olympia.
Talent sei das eine, sagt Straub, Wille und Fleiß das andere. Körperlich passte alles, auch das Gewicht. Die erste Fahrt im Eiskanal von Altenberg sei „hart, aber großartig“ gewesen. Seit der Saison 2022/23 ist er Anschieber auf der letzten Position, gewann EM-Gold sowie WM-Gold 2024 und 2025 – und nun olympisches Silber. Ein Abstecher in den Monobob? „Vielleicht irgendwann“, meinte Straub lachend. Erstmal aber geht der Blick nach vorn – Richtung nächste Saison.


