Skandal um herrenlose Grundstücke – Maulkorb für Stadträte unzulässig
Neuer Ärger im Immobilienskandal um herrenlose Grundstücke in Leipzig. Wie die Landesdirektion mitteilte hat Oberbürgermeister Burkhard Jung die Rechte der Stadträte unzulässig eingeschränkt. Hintergrund sind die von ihm gestellten Bedingungen für eine Akteneinsicht zur Aufklärung des Skandals. Unter anderem sollten sich die Stadträte verpflichten, nur bestimmte Informationen mit ihren Kollegen und Fraktionen zu teilen. Der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende René Hobusch sprach von bewussten Versuchen die Aufklärung durch die Stadträte zu verhindern und hatte deshalb die Landesdirektion informiert.In der 90er Jahren hatte die Stadt mehrere angeblich herrenlose Grundstücke verkauft, ohne nach den rechtlichen Eigentümern zu suchen. Derzeit werden etwa 750 Fälle geprüft.