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Skandal um herrenlose Häuser in Leipzig: Stadträte nehmen kaum Akteneinsicht

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Der Skandal um die herren­losen Häuser in Leipzig stößt bei den Stadt­räten scheinbar nur auf wenig Inter­esse. Wie die Verwal­tung mitteilte, haben bisher ledig­lich sieben Politiker von insge­samt 70 Akten­ein­sicht genommen – der letzte nutzte die Gelegen­heit im Dezember, hieß es. Dabei hatte die Landes­di­rek­tion eine von OB Jung angeord­nete Verschwie­gen­heits­klausel dazu im März für ungültig erklärt. Unter­dessen wurde bisher ein mittlerer fünfstel­liger Betrag an die berech­tigten Erben ausge­zahlt, hieß es. In der 90er Jahren hatte die Stadt mehrere angeb­lich herren­lose Grund­stücke verkauft, ohne nach den recht­li­chen Eigen­tü­mern zu suchen. Derzeit werden etwa 750 Fälle geprüft.